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Das Wort zum Tage #55 ++ China, Freiheit, Schwachsinn

 

Hier mein Artikel zum Event 201 und der Yale (Skull and Bones) Verbindung zu Mao:

Event 201 und die Verbindung zu Skull & Bones – Alles nur Verschwörungstheorie?

KOMMUNISTISCHE UNTERWÜHLUNG DER VEREINIGTEN STAATEN VON JAMES BURNHAM

Der im Zusammenhang mit der Veröffentlichung der Jalta-Dokumente publizierte Brief von Präsident Roosevelt an Bundespräsident von Steiger brachte der schweizerischen Öffentlichkeit eine Person erneut in Erinnerung, die als Chef der amerikanischen Delegation anfangs 1946 eine wichtige Rolle in unserem Lande »spielte: Lauchlin Currie. Als einer seiner Assistenten und persönlichen Berater war er vom Präsidenten in die Schweiz geschickt worden, um Verhandlungen in die Wege zu leiten, die später die Grundlage des sogenannten Washingtoner Abkommens bildeten. Als neutrales Land wurden wir darin, ohne jeglichen Rechtstitel, zur Zahlung von 250 Millionen Schweizer Franken genötigt und darüber hinaus gezwungen, in Verletzung unserer Rechtsordnung, private Guthaben zu beschlagnahmen. James Burnham, Verfasser des aufschlußreichen Buches The Web of Subversion, beschreibt im nachstehenden Artikel die kommunistische Infiltration in hohen und höchsten amerikanischen Regierungsämtern und zeigt auf Grund offizieller Dokumente, von Hearings und einwandfreien Zeugenaussagen, wie gründlich seit Jahren die kommunistische Unterwühlung in den USA am Werke war.

Mit der amerikanischen Szene weniger Vertraute werden überrascht sein, in diesem Aufsatz auch Lauchlin Currie zu begegnen und zu erfahren, daß der seinerzeitige Chef der amerikanischen Delegation in dem Netz der sowjetrussischen Spionage verstrickt war. Der schweizerische Leser wird sich über diesen hohen Beamten des Weißen Hauses, der sein Land verließ, als ihm strafrechtliche Verfolgung drohte, seine Gedanken machen, auch über den anderen Komplizen im Spionagering des Schatzamtes, Harry Dexter White, der nicht nur der Inspirator des berüchtigten «Msrgenthau-Planes» war, sondern als eine der treibenden Kräfte des Washingtoner Abkommens angesprochen werden muß. Das Endziel kommunistischer Infiltration bleibt sich überall gleich, während die kommunistische Strategie vielgestaltig ist.

In den USA wie in anderen Ländern versuchen die Kommunisten, getreu der Direktive Lenins, «in allen Schichten der Bevölkerung zu verkehren», sämtliche Institutionen, sowohl die wirtschaftlichen wie die politischen und kulturellen, zu infiltrieren. Ein Hauptbetätigungs193 feld der Kommunisten war stets die «öffentliche Meinung»: Presse, Schule, Kirche, Film, Theater, Radio und Television. Der Kongreßausschuß über amerikanische Umtriebe führte erstmals 1938 eine Untersuchung über die kommunistische Infiltration durch. Man lachte damals in verächtlichem Unglauben darüber, bis man ein Jahrzehnt später Beweise in Form direkter Aussagen zahlreicher einwandfreier Zeugen erhielt, welche die frühere Untersuchung bestätigten.

In den USA wie in anderen Ländern versuchten die Kommunisten in die Gewerkschaften einzudringen. In den beiden großen Arbeitergewerkschaften, der American Federation of Labor (A.F.L.) und dem Congress of Industrial Organizations (C.I.O.) mißlang ihnen dies. Dagegen konnten sie die Kontrolle über ein Dutzend Unterverbände der C.I.O.-Organisation an sich reißen, mit dem Resultat, daß an der Jahresversammlung der C.I.O. 1950 alle diese kommunistisch infizierten Organisationen aus dem Gesamtverband ausgeschlossen wurden. Die Kommunisten verstanden es, in raffinierter Weise die amerikanische Sentimentalität auszunützen. Sie waren ganz besonders erfolgreich auf dem Gebiete der Wohltätigkeit, in Organisationen, die angeblich für die Förderung der sozialen Wohlfahrt, zur Verteidigung des Rechtsstaates und der individuellen Freiheiten oder für den Kampf gegen die Diskriminierung der Rassen bestimmt waren.

Ihre Infiltration in wissenschaftlichen und technologischen Kreisen hatte besonders verheerende Folgen. Da das Hauptziel der Kommunisten sowohl in den USA als auch in anderen Ländern darin besteht, in die Regierungsämter einzudringen, werde ich mich im folgenden auf diese Tätigkeit beschränken, wobei diese Beschränkung eine willkürliche ist. Obwohl es jeder Spionageorganisation gelingt, eine Handvoll Agenten in einer Regierung zu placieren, wäre eine so massive Durchdringung des Regierungsapparates wie in den USA nie möglich gewesen, wenn nicht eine beträchtliche Bereitschaft und Anfälligkeit im gesellschaftlichen Sektor vorhanden gewesen wäre, welche dieses Eindringen förderten. Viele Menschen in den USA gerieten bereits an Universitäten, in verschiedenen Organisationen oder in Gewerkschaften unter kommunistischen Einfluß. Sie trugen dann diesen, gewissermaßen mit der Muttermilch eingesogenen Kommunismus bereits in sich, als sie in den Dienst der Regierung traten. Die kommunistische Infiltration der amerikanischen Behörden verfolgte in der Hauptsache drei Ziele: die Beschaffung wichtiger Informationen, einschließlich geheimer Informationen für Sowjetagenturen, d. h. zu Spionagezwecken, die Politik der USA zu beeinflussen und sie den Interessen des Kommunismus und der Sowjets dienstbar zu machen und sodann die administrativen, physischen und 194 moralischen Grundlagen der amerikanischen Regierung zu untergraben.

Wir besitzen eine Fülle von Beweismaterial über diese Form der kommunistischen Aktivität. Zu den wichtigsten öffentlichen Quellen gehören hier vor allem Aussagen unter Eid stehender Zeugen, die vor verschiedenen Kongreßausschüssen erschienen sind: dem Ausschuß über unamerikanische Umtriebe des Repräsentantenhauses (the House of Representatives’ Committee on Un-American Activities), dem Unterausschuß über interne Sicherheit der Senatskommission für das Gerichtwesen (the Internal Security Subcommittee of the Senate’s Committee on the Judiciary), dem Untersuchungsausschuß der Senatskommission über die Tätigkeit der Regierung (the Subcommittee on Investigations of the Senate’s Committee on Government Operations). Ferner die beide Häuser umfassende Kommission über Atomenergie (Joint Committee on Atom Energy) und die Berichte über die Gerichtsverfahren gegen Kommunistenführer und Sowjetagenten1). Es existieren sodann veröffentlichte Tatsachenberichte einer Anzahl Personen, die direkt in der kommunistischen Bewegung mitmachten, entweder als Kommunisten oder als amerikanische Agenten der Gegenspionage.

Zu dieser Gruppe gehören Whittaker Chambers, Elizabeth Bentley, Louis Budenz, Herbert Philbrick, Matthew Cvetic, Manning Johnson, Bela Dodd, Paul Crouch, Mary Stalcup Markward und Hede Massing, die alle aktiv in der Untergrundbewegung verwickelt waren. Drei (Chambers, Massing und Bentley) waren Meldegänger für kommunistische Spionagezellen. Natürlich ist das Material dieser drei Quellen ungleich. Einiges ist völlig wertlos, einiges fragwürdig, und selbstverständlich muß auch der Rest mit kritischer Vorsicht beurteilt werden. Es besteht jedoch kein Grund mehr, an dem allgemeinen Bild zu zweifeln, welches als Schlußfolgerung aus dem fein gesponnenen Gewebe der kommunistischen Untergrundbewegung gezogen werden kann, das seine Fäden bis in alle Verästelungen behördlicher Organe, Ämter und Departemente der amerikanischen Regierung gesponnen hat. Es ist wohl notwendig, den soziologischen Aspekt dieses unterirdischen Netzwerkes von der rechtlichen und moralischen Beurteilung der darin verstrickten Individuen zu trennen.

Es diente den Interessen der Sowjets, womit aber nicht gesagt sein soll, daß sich, alle darin verwickelten Individuen über den Sinn und die Zielx) Ich möchte betonen, daß ich meine Ausführungen ausschließlich auf diebestehenden stenographischen Niederschriften oder die Bandaufnahmen der parla^ mentarischen Ausschüsse aufgebaut habe und nicht etwa auf Kommissionsberichte oder Zeitungsartikel, da in diesen die Wahrheit meist bis zur Unkenntlichkeit verstümmelt wird. 193 Setzung ihres Handelns im klaren waren. Einige waren eigentliche Sowjetagenten, einige wurden zu militanten Kommunisten ausgebildet und waren sich voll bewußt, unter den Direktiven des Sowjetapparates zu handeln. Andere waren «fellow travellers» und Sympathisanten, von verschwommenen Idealen angetrieben, welche die Konsequenzen ihrer Handlungen verdunkelten.

Andere wiederum waren unschuldige Narren, die aus reiner Unkenntnis oder Dummheit in das kommunistische Netzwerk verwickelt wurden. Es ist nicht meine Aufgabe, Urteile über die strafrechtliche Schuld oder Unschuld von Individuen zu fällen; dies gehört in den Aufgabenkreis der Gerichte, die auf Grund der bestehenden gesetzlichen Bestimmungen und der gerichtlichen Praxis darüber zu befinden haben. Auch möchte ich kein moralisches Werturteil über die im kommunistischen Netz verwickelten Personen abgeben, nicht einmal über Berufsspione. Ich beschränke mich auf die Darstellung des objektiven Sachverhaltes und die Ausdehnung des subversiven Netzwerkes. Ein in diesem Zusammenhang möglicherweise entstehender Irrtum mag am nachfolgenden Beispiel dargelegt werden: John Carter Vincent, der frühere amerikanische Gesandte in der Schweiz, wurde unter Eid als «geheimes» Mitglied der kommunistischen Partei bezeichnet. Diese Zeugenaussage wurde vom Beschuldigten, gleichfalls unter Eid, in Abrede gestellt. Es liegt ein Meineid vor, doch konnte gerichtlich nicht ermittelt werden, wer denselben begangen hat.

Wir sind daher nicht in der Lage, die Belege zu erbringen, daß Vincent in der Regierung als ausgesprochener kommunistischer Spion oder Sowjetagent tätig war. Hingegen erlaubten uns das publizierte Protokoll und insbesondere Vincents ausführliche Aussagen vor dem Kongreßausschuß, den Schluß zu ziehen, daß er öfters auf eine Art und Weise handelte, die kommunistischen und Sowjetinteressen diente. Dies darf als erwiesen gelten während der Jahre, in denen er sich in Fernost-Angelegenheiten des Staatsdepartements spezialisiert hatte, zuletzt als Direktor der Fernost-Abteilung dieses Departements. Sein Urteil zu Gunsten der chinesischen Kommunisten, seine Abneigung gegen die chinesischen Antikommunisten, seine engen Beziehungen zu Kommunisten und «fellowtravellers», seine Unterstützung einer Politik, die in ihrer konsequenten Befolgung China in die Hände der Sowjets trieb, all dies gilt einwandfrei als erwiesen.

Es existiert in der protokollierten Aussage von Vincents Verhör eine besondere, zum Aufsehen mahnende Stelle. Dieser zeit seines Lebens im Dienste des Staatsdepartementes stehende Beamte bestreitet, je von Dimitrow, dem berüchtigten Leiter der Komintern, etwas gehört zu haben. Er bestreitet ferner, je etwas von Stalin, Sinowiew oder Lenin, oder sonst kommunistische Literatur über 196 Asien oder Kolonialfragen, gelesen zu haben. Es ist möglich, daß diese beispiellose Ignoranz Vincents Verhalten zu erklären vermag, doch ändert dies nichts an der tatsächlichen Wirkung seines Verhaltens. Es besteht kein Zweifel darüber, daß das Staatsdepartement 1953 auf Grund dieses Sachverhaltes entschied, der diplomatischen Laufbahn von Vincent ein Ende zu setzen. Das quantitative Ausmaß der Durchdringung

Es ist wahrscheinlich, daß die Infiltration der Regierungsämter Mitte der Zwanzigerjahre begann und einzelne Kommunisten, welche damals in den Dienst der Regierung traten, inzwischen identifiziert werden konnten. Der 1940 veröffentlichte Bericht der Königlich Kanadischen Kommission stellt fest, daß die Organisation eines kanadischen kommunistischen Zentrums unter Sowjetkontrolle «bereits schon im Jahre 1924» seine Tätigkeit aufgenommen hatte2). Man darf annehmen, daß es in den USA ungefähr zur gleichen Zeit oder etwas früher analoge Gründungen gegeben hat. Auf Grund der veröffentlichten Dokumente besitzen wir aber keinerlei Beweise dafür, daß eine massive Durchdringung der amerikanischen Regierung durch kommunistische Elemente vor Ende 1933, d. h. am Schluß des ersten Regierungsjahres von Präsident Roosevelt, erfolgt ist, als Washington mit der Sowjetregierung die diplomatischen Beziehungen aufgenommen hatte. Damals wurde auch die sogenannte «Ware Zelle» organisiert. Harold Ware war der Sohn eines Mitgliedes der amerikanischen kommunistischen Partei, einer Frau namens Ella Reeve Bloor, die in Parteikreisen allgemein als «Mutter Bloor» angesprochen wurde. Seine Frau, Jessica Smith, war Herausgeberin des Sowjetpropagandaorgans Soviet Russia Today, Wares Halbbruder, Carl Reeve, war ein Parteiorganisator. Nach den Aussagen Whittaker Chambers’ leitete Wares Schwester während vieler Jahre eine als Zentrum des Spionagenetzes benützte Violinschule in Washington. Während der Zwanzigerjahre hielt sich Harold Ware mehrere Jahre in Sowjetrußland auf. Er kehrte von dort als geschultes Glied im 2) Die Kommission war auf Grund der Enthüllungen von Igor Gouzenko, des sowjetrussischen Chiffrierungsbeamten, ernannt worden, der aus der kanadischen Sowjetgesandtschaft mit einer Menge geheimer Dokumente geflohen war.

Diese unter der Leitung der beiden Richter Robert Taschereau und R. L. Kellock stehende Kommission führte eine Untersuchung über die kommunistische Spionage durch, die vielleicht als die bemerkenswerteste Untersuchung auf diesem Gebiete bezeichnet werden darf. Der eingehende, 733 Druckseiten umfassende Bericht ist eine unvergleichliche Fundgrube auf diesem Gebiet, und es kann ihm wohl kaum etwas Ebenbürtiges zur Seite gestellt werden. 197 Dienste des internationalen Apparates zurück. Er erhielt eine Stelle als Berater im Landwirtschaftsdepartement und errichtete in Washington eine kleines Bureau, dem er den Decknamen «Landwirtschaftliche Forschungsstelle» gab. Auf dem günstigen Triebboden des aufsprießenden New Deal errichtete er eine aktive Untergrundbewegung im Landwirtschaftsdepartement.

Die meisten Mitglieder dieser Bewegung waren junge fähige Absolventen der Harvard Law School. Nach den unter Eid geleisteten Aussagen direkter Zeugen, einschließlich mehrerer Mitglieder der Zellen (Preßman, Weyl and Chambers) wies diese Bewegung neben Ware selbst noch folgende Mitglieder auf: John Abt, Nathan Witt, Lee Preßman, Charles Kramer, Victor Perlo, Nathaniel Weyl, Henry H. Collins jr. und Alger Hiß. (Whittaker Chambers war vorübergehend Mitglied der Ware-Zelle.) Alle diese Personen erhielten rasch einflußreiche Regierungsstellen. Nathan Witt z. B. wurde Sekretär, d. h. höchster Regierungsbeamter des NationalLaborRelationsBoard (N.L.R.B.); Perlo wurde ein hoher Beamter des Treasury Department; Kramer diente bei einer Anzahl von Departementen und wurde schließlich Beamter bei der Senatskommission.

Abt gelangte weit hinauf in der Hierarchie des Justizdepartements. Die Zeugenaussagen der früheren Sowjetkuriere Elizabeth Bentley und Whittaker Chambers brachten es zum erstenmal an den Tag, daß in der Kriegsspionage zwei Zellen besonders aktiv tätig waren, und zwar unter der Leitung von Nathan Gregory Silvermaster und Victor Perlo 3). Zu deren Mitgliedern gehörten nach den Zeugenaussagen verschiedene hohe Beamte des Schatzamtes, Offiziere des militärischen Nachrichtendienstes, Beamte der Kriegswirtschaftsämter und Lauchlin Currie, einer der sechs engsten Mitarbeiter Roosevelts 4). Zeugenaussagen von Max Elitcher brachten die Tätigkeit einer Spionagezelle ans Licht, deren Führer er war, und die geheime militärische Projekte in der Artillerieabteilung der amerikanischen Flotte ausspionierte. Direkte Aussagen von Mary Stalcup Markward, einer 3) 1953 legte J. Edgar Hoover, Leiter des Bundessicherheitsdienstes (F.B.I.), unter Eid folgendes Zeugnis über Elizabeth Bentley ab: «Alle von Frl. Bentley stammenden Informationen, die der Überprüfung nötig befunden wurden, erwiesen sich als korrekt. Sie wurde einem eingehenden Kreuzverhör unterzogen.

Ihre Aussagen wurden durch Schiedsrichter beurteilt und von den Gerichtshöfen überprüft und erwiesen sich als unbedingt zuverlässig und richtig.» *) Lauchlin Currie bestritt 1948 diese Beschuldigung, obschon er die Bekanntschaft mit den in Frage stehenden Personen zugab. Als weitere Zeugen gegen ihn auftraten, zog er es vor, sich der Rechtsprechung der USA zu entziehen. Er hält sich seit einigen Jahren in Südamerika auf, außerhalb der Reichweite der Strafverfolgung. 198 unterirdischen Gegenagentin des Justizdepartements, ermittelte ein anderes Spionagezentrum in der Druckereiabteilung der Regierung (Government Printing Office), wo Tausende von vertraulichen Dokumenten gedruckt werden. Im Oktober 1954 legte Oberst Ismail Gusseynovitch Akhmedoff, ein Flüchtling aus der Sowjetunion, ein bedeutungsvolles Zeugnis ab, das viele Fäden des Spionagenetzes zusammenführte. Er war während des Krieges Offizier im sowjetrussischen militärischen Geheimdienst. 1940 wurde er zum Chef der Vierten Sektion dieser Organisation ernannt, die sich mit technischer Spionage befaßte, mit einem Wirkungskreis, der auch die USA in sich schloß. Oberst Akhmedoff erklärte im einzelnen, wie dieser Geheimdienst arbeitete. Auf Grund seiner eigenen Erfahrung schätzte er, daß in den Jahren 1941—1942, als er der Vierten Sektion vorstand, in den USA mindestens 20 Spionagezentren funktionierten.

Im folgenden seien einige weitere Regierungsämter der USA genannt, in denen eine oder mehrere dem Spionagenetz angehörende Personen saßen : Verwaltung des Weißen Hauses, Staatsdepartement, Schatzamt, Armee, Flotte, Verteidigungsministerium, Justizdepartement, Landwirtschaftsamt, Handelsministerium, Bureau des Generalstabes, Kriegsproduktionsamt, Kriegsnachrichtendienst, Bundessicherheitsdienst, Besatzungsbehörden für Deutschland und Japan. Aktive Zellen mit USA-Bürgern gab es in den internationalen Organisationen der Nachkriegszeit wie der UNRRA (United Nations Relief and Rehabilitation Agency) den Vereinigten Nationen und im Internationalen Währungsfonds. Die historische Entwicklung des Infiltrationsprozesses zerfällt in drei Phasen. Von 1933—1940 lag der Schwerpunkt in den wirtschaftlichen Organisationen, besonders in der New Deal-Bürokratie. Von 1940—1945 konzentrierte man sich hauptsächlich auf die Kriegsämter. Gegen Ende des Krieges und in der Nachkriegsperiode wandte man sich in einer dritten Phase den Ämtern zu, deren Domäne die auswärtige Politik war.

Die Gewichtsverlagerung war sowohl durch interne amerikanische Faktoren wie auch durch die Erfordernisse der Sowjetpolitik bestimmt. Innerhalb der USA änderten sich die Angriffspunkte, je nach den Umständen. Während der Dreißigerjahre bildete die große, durch die Weltwirtschaftskrise verschärfte Depression das Hauptthema. Die kommunistische Untergrundbewegung, welche die Nation so zu infiltrieren versuchte, daß sie ein Maximum an Einfluß erreichen würde, konnte in dieser Zeit reiche Ernte auf wirtschaftlichem Gebiet erwarten. Als die Vierzigerjahre begannen, wurde die Wirtschaftskrise durch die Kriegskrise abgelöst. Dies war sowohl für die USA wie auch für die Sowjetunion entscheidend gewesen. 199 Das Ziel der Untergrundbewegung bestand darin, den Krieg in einer Weise auszunützen, die am besten den Zielen der Sowjetunion und der Weltrevolution diente.

Sobald das militärische Problem durch die Gewißheit von Hitlers Niederlage (Frühjahr 1944) an Bedeutung verlor, verlegte man das Gewicht auf die internationalen Nachkriegsorganisationen und die Nachkriegspolitik. Das Problem in qualitativer Hinsicht Wie tief reichte die Infiltration und welche Bedeutung kommt ihr zu? Die meisten Personen, die entweder als Agenten, Mitläufer oder harmlose Narren in den Untergrundbewegungen mitmachten, waren Absolventen führender Universitäten wie Harvard, Columbia, Chicago, North Carolina und vom City College in New York. Im allgemeinen waren sie keine untergeordneten Beamten, Schreiber oder Bureaudiener, wie dies bei landläufigen Spionen oder ausländischen Agenten oft der Fall ist. Viele hatten Stellungen von hohem und höchstem Rang inne. Nathan Gregory Silvermaster z. B. erreichte die höchste Berufsklasse im Schatzamt. Übereinstimmende Aussagen sorgfältig ausgesuchter Zeugen ergaben, daß er der Leiter einer der wichtigsten Spionagezellen war. Die durch die Zellenmitglieder geraubten geheimen Dokumente wurden in Silvermasters Kellergeschoß mikrophotographiert. Die Filme wurden dann den Sowjetagenten übergeben. —

Harold Glasser, der als aktives Mitglied der PerloSpionagegruppe identifiziert wurde, machte rasch Karriere in einer Reihe von Regierungsämtern. Zusammen mit 8 anderen, als aktive Mitarbeiter der Untergrundbewegung identifizierten Individuen wurde er schließlich Beamter der Abteilung für Währungsforschung im Schatzamt, als dieses unter der Leitung von Harry Dexter White stand. Während des Krieges war Glasser Hauptfinanzexperte im Kriegsproduktionsamt, in der Kontrollabteilung, die unter dem die Invasion von Nordafrika durchführenden Kommando stand, und in der UNRRA. Er war der Wortführer des Schatzamtes bei der Zuteilung vonMilliarden von Dollars, die durch dieUNRRA verausgabt wurden. In den Nachkriegsjahren erhielt Glasser vertrauliche Missionen in Italien, Triest und anderswo. 1946 war er Chef der Abteilung für Währungsforschung, und im März 1947 wohnte er in Moskau dem Rat der Außenminister als besonderer Berater von General Marshall bei, der damals Staatssekretär war. Das Bureau für strategische Dienste (Office of Strategie Services, OSS), eines der mächtigsten Geheimämter der Kriegszeit, war voll von Mitgliedern der Untergrundbewegung.

Viele wanderten inzwischen ins Gefängnis, während Dutzende jegliche Aussage ver200 weigerten, da wahrheitsgemäße Antworten sie hätten beschuldigen können. Nachdem Noel Field eine wichtige Stelle im Staatsdepartement innegehabt hatte, woselbst er durch den Kurier Hede Massing erstmals mit der Sowjetspionage in Berührung kam, war er während des Krieges Assistent von Allen Dulles. Field wurde als Bindeglied mit der deutschen Widerstandsbewegung verwendet — fürwahr ein ausgezeichneter Posten für einen Sowjetagenten! Field verkündete kürzlich seinen Entschluß, hinter dem Eisernen Vorhang zu verbleiben, hinter welchem er vor wenigen Jahren plötzlich verschwunden war. Es besteht kein Zweifel, daß er dort mit den beiden britischen Diplomaten Guy Burgeß und Donald Maclean Gelegenheit haben wird, interessante Erinnerungen auszutauschen. Zufolge ausführlicher Zeugenaussagen von Elizabeth Bentley, die inzwischen sowohl direkt als indirekt von anderen bestätigt wurden, war Lauchlin Currie einer der wertvollsten Adjunkten der Spionagezelle von Silvermaster. Er übermittelte nicht nur vertrauliche Nachrichten, speziell was China und den übrigen Fernen Osten anbelangt.

Er hatte, wie Harry Dexter White, eine so einflußreiche Stellung, daß es ihm gelang, Untergrundagenten in Stellen von strategischer Wichtigkeit zu placieren. Es war Currie, der die Aktion gegen Silvermaster im Jahre 1942 stoppte, als ein vertraulicher militärischer Geheimbericht zum Schlüsse kam, «eine erdrückende Anzahl von Beweisen zeige, daß Nathan Gregory Silvermaster ohne den geringsten Zweifel jetzt und während Jahren Mitglied der kommunistischen Partei und wahrscheinlich Agent des russischen Geheimdienstes war».

Dank der Maßnahme von Currie war Silvermaster in der Lage, seine Spionagetätigkeit innerhalb der Regierung noch während sechs Jahren fortzusetzen. Currie wurde in Kanada geboren. Er studierte und lehrte in Harvard und trat 1934 in den Regierungsdienst. Nachdem er erst im Schatzamt und dann im Bundesreserveamt Stellen bekleidet hatte, wurde er 1939 einer der engsten Mitarbeiter Roosevelts. Während des Krieges vertraute ihm der Präsident die Überwachung der wirtschaftlichen Kriegsführung und der Angelegenheiten des Fernen Ostens an. Currie war es, der 1941 Owen Lattimores Ernennung als persönlicher Bevollmächtigter des Präsidenten in China sicherte und der später Henry Wallaces Reise nach Sibirien unter der Führung von Lattimore, John Carter Vincent und John N. Hazard vorbereitete5). Currie war der inoffizielle Vertreter des Weißen Hauses im «Institute of Pacific Relations», nach einem Ex6) Die Subkommission des Senates über interne Sicherheit beschrieb, nach einer anderthalb Jahre dauernden Untersuchung, Owen Lattimore als einen Mann, der «seit 1930 der Sowjetverschwörung bewußt als Instrument diente». 201 pertenbericht des Senates eine «von den Kommunisten benützte Organisation, um die amerikanische Fernostpolitik kommunistischen Zwecken dienstbar zu machen». Currie war ein Freund und Förderer von Frederick V. Field, Führer der kommunistischen Fraktion im Zentralbureau des «Institute of Pacific Relations». Als anfangs 1944 der sowjetische Geheimagent Vladimir Rogov, angeblich als TaßKorrespondent, auf seinem Rückweg vom Fernen Osten nach Moskau durch die USA fuhr, wurde er in Washington von Currie und Alger Hiß aufgesucht.

Der Prozeß gegen verschiedene Atomspione in Kanada und Großbritannien, wie auch in den USA beweist, daß die Untergrundbewegung auch in die höchsten und subtilsten Geheimnisse des Atomverfahrens einzudringen vermochte. Schon 1946 entdeckte die Königlich Kanadische Kommission eine ausgedehnte Atomspionage und bewies, daß Allen Nunn May Sowjetstellen nicht nur die geheimen Informationen in Atomsachen, sondern das Rohmaterial einschließlich reines Uranium-233 aushändigte. Durch die Rosenbergs wurde das entscheidende «Trigger»-Verfahren über die Atombombe den Sowjets ausgeliefert. Klaus Fuchs war mit fast allen Geheimnissen des Atomverfahrens bekannt und stellte seine Kenntnisse der Sowjetspionage zur Verfügung. — Die Durchdringung des Atomverfahrens wurde durch den Umstand erleichtert, daß so viele der führenden Wissenschafter in allen Ländern Sympathien für Kommunisten und deren Mitläufer bekundeten. Der bekannte Physiker J. Robert Oppenheimer war Direktor der Los Alamos-Anlage, wo die erste Atombombe hergestellt wurde.

Während Jahren stiftete er große Geldsummen sowohl der kommunistischen Partei wie auch verschiedenen kommunistischen Unternehmen. Dutzende von aktiven Kommunisten zählten zu seinen Freunden. Sowohl er wie seine Frau waren mit der berüchtigten «Steve Nelson» (einer Jugoslawin mit Namen «Mesarosh») bekannt, die seit 1930 Mitglied des internationalen kommunistischen Apparates war und die seit dem Kriege die Untergrundbewegung in der Gegend der Universität von Kalifornien leitete, zu dessen Verwaltungsbezirk Los Alamos gehört. Unter Oppenheimer wurden eine Reihe von Mitgliedern der Kalifornischen Kommunistischen Partei nach Los Alamos gebracht, woselbst ihnen sogar Schlüsselstellungen zugewiesen wurden, in denen sie Zugang zu allem geheimen Material hatten. Oppenheimers Bruder Frank war eines der Parteimitglieder, das für das Atomprojekt arbeitete. Oppenheimers Freund, der Physiker Philip Morrison, war einer der Experten, der die in Japan verwendeten Bomben zusammenstellte und montierte.

 

1. Weltverschwörung ist keine leere Verschwörungstheorie, sondern eine Verschwörungstatsache. Einer der eindrücklichsten Beweise: Der höchst einflussreiche Globalist David Rockefeller gesteht in seinem Buch «Memoirs» (2002), an der Verschwörung (!) zur Erschaffung einer Eine-Welt-Struktur beteiligt zu sein. Rockefeller: «Manche glauben sogar, wir (das heisst der mächtige Rockefeller-Clan) seien Teil einer geheimen Verschwörung (…); sie charakterisieren meine Familie und mich als Internationalisten und behaupten, dass wir uns weltweit (!) mit anderen verschworen haben, um eine integriertere globale politische und wirtschaftliche Struktur zu errichten – sozusagen eine Eine-Welt(-Struktur).

Wenn das die Anklage ist, bekenne ich mich schuldig, und ich bin stolz darauf.» («David Rockefeller: Memoirs», Kapitel 27, Seite 405, Random House Trade, New York, 2002; Dt.:2010)

2. Was beweist uns, dass das obige Verschwörungsgeständnis tatsächlich von David Rockefeller selbst stammt? a) Der Buchtitel «David Rockefeller: Memoirs» (=Lebenserinnerungen) zeigt, dass es sich hierbei um seine eigenen Erinnerungen handelt. Vergleich Titel des ins Deutsche übersetzten Buches: «David Rockefeller: Erinnerungen eines Weltbankiers» (FinanzBuch-Verlag, 2010); b) Das Buch nennt sich «Rockefellers 700 Seiten starke Autobiografie» (Seite 7);c) Ein Zitat des ehemaligen US-Aus-senministers Dr. Henry Kissinger stellt in «Memoirs» klar, David Rockefeller habe hierin «offen und aufrichtig über sich selbst» geschrieben (Seite 7).

3. Ebenfalls interessant: David Rockefeller gehört zu den Gründungsmitgliedern der geheimen elitären Bilderberg-Gruppe (Siehe Alex Jones’ Doku-Film «Endgame» auf Youtube.com).

4. Wenn also David Rockefeller, einer der einflussreichsten Globalisten dieser Welt, ausdrücklich gesteht, «Teil einer geheimen (Eine-Welt-)Verschwörung» (!) zu sein, die weltweit agiere (Seite 405), dann ist es von Vorteil, aufzuwachen. Umso mehr, weil der US-Vize-Präsident Joe Biden am 5. April 2013 die jetzige (!) Schaffung einer «Neuen Weltordnung» ankündigte. Auch Dr. Henry Kissinger, Ex-Aussenminister der USA, sprach kürzlich vom Ziel, «eine Neue Weltordnung (zu) errichten, und zwar zum ersten Mal in der Geschichte auf einer globalen Basis.» (Vortragsvideo auf asiasociety.org, New York, 21. Mai 2013)

5. Nicht umsonst warnen uns bibeltreue Seher auf der ganzen Welt vor einem dunklen Weltkommunismus und legen uns ans Herz, umzukehren.

Macht es da Sinn, dass wir die Kirche in Liechtenstein schwächen?

 

 

Neue “Kurze Geschichte der KP Chinas” zum Parteijubiläum

Damit nicht nur gefeiert, sondern auch das “Richtige” gelernt wird, gibt es zum 100. Jubiläum eine neue offizielle Geschichte der KP Chinas als Pflichtlektüre.

    

Buchcover | Eine kurze Geschichte der Kommunistischen Partei Chinas

“Eine kurze Geschichte der Kommunistischen Partei Chinas” als Buch

Aus einer kleinen Verschwörerclique, die sich im Juli 1921 in Shanghai – das genaue Datum ist nicht geklärt – zum 1. Parteitag der KP Chinas traf, ist 100 Jahre später mit mehr als 90 Millionen Mitgliedern die – nach der indischen BJP – größte politische Partei der Welt geworden, die die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt regiert. Die Partei hat sowohl den anti-kommunistischen Vernichtungsfeldzug der Guomindang-Truppen unter Jiang Jieshi (Tschiang Kai Shek) wie auch danach den Eroberungsfeldzug der Japaner im Zweiten Weltkrieg nicht nur überlebt, sondern ist daraus jeweils gestärkt hervorgegangen. Insofern steht das Heldenepos, als welches die Geschichte der KPCh offiziell geschildert wird, durchaus auf historischen Tatsachen, was die Zeit bis zur Gründung der VR China 1949 betrifft.

Katastrophale Entscheidungen und Kurswechsel der Folgezeit wie der Versuch einer forcierten Industrialisierung  (“Großer Sprung nach vorn”) oder die “Große Proletarische Kulturrevolution”  sind schon schwerer in eine ununterbrochene Erfolgsgeschichte zu integrieren.

Anlässlich des 100. Jahrestages ihrer Gründung ist nun eine neue “Kurze Geschichte der Kommunistische Partei Chinas” erschienen, herausgegeben von der Propagandaabteilung des Zentralkomitees der KPCh. Trotz der “Kürze” im Titel hat die gedruckte Version mehr als 500 Seiten. Die DW sprach mit dem Kölner Sinologen Felix Wemheuer über das, was darin steht und was nicht.

China Zeichentrickfilm Geschichte der Kommunistischen Partei Chinas (KPCh) CPC 2021

Szene aus der Zeichentrickserie “Blut und Feuer: Wie das Neue China geformt wurde”. Hier Mao Zedong auf der wegweisenden Konferenz in Zunyi 1935.

“Vereinheitlichung der Gedanken”

An wen richtet sich die neue offizielle Geschichte der KP Chinas, auf welche Weise wird sie vermittelt?

Wemheuer: Parteigeschichtsschreibung spielt in der KP Chinas traditionell eine sehr wichtige Rolle. Auch Mao hat das Studium der Parteigeschichte schon benutzt, um “die Gedanken zu vereinheitlichen”. Zum einen sollen also die Parteikader sich die aktuelle Interpretation aneignen, und zum anderen die Bewerber um eine Parteimitgliedschaft. “Eine kurze Geschichte der Kommunistische Partei Chinas” soll auch Gegenstand der zentralen Aufnahmeprüfungen für die Hochschulen werden. Millionen Chinesen werden also standardisierte Fragen und Antworten, die auf dem Buch beruhen, auswendig lernen müssen.

Und natürlich wird das, was in dem Lehrbuch steht, auch in anderer Form dem Volk vermittelt. Kinder und Teenager stehen dabei besonders im Fokus. Die Partei ist offenbar zu der Erkenntnis gekommen, dass die ideologische Erziehung bei denen, die in den 80er und 90er Jahren geboren wurden, nicht sehr gut funktioniert hat und dass diese Gruppe zu stark von westlichen individualistischen Ideen beeinflusst ist. Diesen “Fehler” will man jetzt vermeiden und versucht, gerade auch sehr junge Menschen von der Parteiideologie zu überzeugen, wobei auch der Nationalismus eine sehr wichtige Rolle spielt.

Dazu dienen etwa Ausflugsaktivitäten von Schülern zu Revolutionsmuseen, oder eine Zeichentrick-Serie, die diese Inhalte der Parteigeschichte auch einem breiteren Publikum vermitteln soll. Und es werden verbindliche Interpretationen festgelegt, an die sich dann auch Kulturproduktionen wie Spielfilme oder Serien halten müssen.

China Museum l Schanghai: Haus der Kommunistischen Partei Chinas, Besucher

Die Keimzelle: Besucher im Museum “Haus der KP Chinas” in Shanghai

Kontinuierliche Erfolgsgeschichte

Welches ist die Kernbotschaft der neuen Parteigeschichte?

Kurz gefasst lautet diese Botschaft: Auch wenn es Krisen, Probleme und Fehler in der Geschichte der Partei gegeben hat, war die Partei immer in der Lage, sich wieder neu aufzustellen und China auf den Weg zu Wohlstand und internationaler Anerkennung zu führen, und den Marxismus-Leninismus und die Mao-Zedong-Ideen den jeweiligen Anforderungen der Zeit anzupassen. Und sehr wichtig ist, dass die Kontinuität betont wird, also von der Gründung 1921 bis heute unter der Führung von Xi Jinping, mit dem das Buch endet und unter dessen Führung der chinesische Traum verwirklicht werden soll.

China Kulurrevolution Rote Garde

Tiefere Beschäftigung mit den katastrophale Folgen von Maos Massenmobilisierung in der Kulturrevolution ist nicht mehr erwünscht

Was ist neu oder anders an der neuen Parteigeschichte?

Die Parteigeschichte wurde schon immer so konstruiert, dass auch die Rückschläge ins Bild passen, weil es ja immer die Partei war und nur die Partei sein kann, die diese Fehlentwicklungen wieder korrigiert hat. Im Vergleich mit früheren Lehrbüchern fällt auf, dass in dem neuen die Teile über die Kulturrevolution und den “Großen Sprung nach vorn” wesentlich kürzer gehalten sind als früher, und es sind ihnen auch keine eigenen Kapitel mehr gewidmet. Nach der offiziellen Interpretation waren das ja die beiden großen Fehler Maos und der Partei. Beim “Großen Sprung nach vorn” wird jetzt in diesem neuen Lehrbuch nur von “wirtschaftlichen Schwierigkeiten” gesprochen, während in dem Lehrbuch zum 90. Jahrestag der Parteigründung noch die Wörter “Hungersnot” und “Hungertote” benutzt wurden. Das heißt, die Präsentation dieser Rückschläge und Fehlentwicklungen ist noch mal deutlich zurückgefahren worden.

Hongkong Eröffnung Museum zum Gedenken an Tiananmen-Massaker

An die gewaltsame Niederschlagung der Demokratiebewegung 1989 erinnert nur das “Museum des 4. Juni” in Hongkong. Es wurde vor kurzem “wegen fehlender Betriebsgenehmigung” geschlossen.

Welche Rolle spielt Tiananmen 1989 in der neuen Parteigeschichte?

Das wird sehr kurz abgehandelt. Und zwar ohne weitere Differenzierung gemäß der Interpretation von 1989, dass es sich um einen konterrevolutionären Aufruhr gehandelt habe, der das sozialistische System abschaffen wollte und dann von der Regierung niedergeschlagen werden musste.

Parallelen zur Sowjetunion

Stichwort Revolution: Die Parteiführung hält ungeachtet des heutigen chinesischen wirtschaftlichen Systems, das in vielerlei Hinsicht kapitalistisch ist, an ihrer revolutionären Tradition fest. In diesem Zusammenhang wird auch der sogenannte “Kampf gegen den historischen Nihilismus” geführt. Was steckt dahinter?

Das ist eine Kampagne, die schon seit mehreren Jahren läuft. Als “historischer Nihilismus” werden Positionen angegriffen, die die Errungenschaften der Partei und der Revolution verneinen und negative Ereignisse angeblich übermäßig betonen. Insbesondere wird der sogenannte “Abschied von der Revolution” ins Visier genommen, also die Sicht mancher Historiker, dass die Idee, alles durch Revolution verändern zu wollen, China seit Anfang des 20. Jahrhunderts auf den Weg der Instabilität und des Chaos geführt habe. Bestandteil der Kampagne ist auch ein Gesetz, das die “Diffamierung der revolutionären Märtyrer” unter Strafe stellt.

200. Geburtstag von Karl Marx

Plakat von Mitte der 70er Jahre mit Mao-Porträt. Aber auch in der “neuen Ära” unter Xi Jinping soll die revolutionäre Tradition hochgehalten werden.

Im Rahmen dieser Kampagne werden oft Parallelen zur Sowjetunion gezogen. Gorbatschow wird kritisiert, weil er Ende der 80er Jahre Debatten zugelassen habe, bei denen die Oktoberrevolution, Lenin, Stalin, die Partei, alles grundsätzlich in Frage gestellt werden konnte. Mit diesem “historischen Nihilismus” hätte Gorbatschow die Legitimationsgrundlage der Sowjetunion untergraben. Und das soll eben in China nicht passieren. In diesem Zusammenhang werden auch Zensurmaßnahmen verstärkt, indem zum Beispiel dazu aufgerufen wird, im Internet “nihilistische Meinungen” zu denunzieren, und entsprechende Beiträge gelöscht werden.

Polizisten führen den Hongkong Pro-Demokratie-Aktivist Avery Ng ab, der ein Buch mit dem Porträt von Chinas Präsidenten Xi Jinping in der Hand hält

Am Image von Ji Xinping als dem Vollender des “chinesischen Traums” darf nicht gekratzt werden – der Hongkonger Aktivist Avery Ng wird abgeführt

“Chinesischer Traum”

Welche Rolle spielt Xi Jinping in der neuen Parteigeschichte?

Eine sehr prominente. Es werden natürlich auch die Leistungen der Vorgänger erwähnt, auch bei der Entwicklung der Ideologie und ihrer Anpassung an die chinesischen Besonderheiten. Als da sind die “Mao-Zedong-Ideen”, die “Deng-Xiaoping-Theorie”, die “drei Vertretungen” von Jiang Zemin, das “wissenschaftliche Entwicklungskonzept” von Hu Jintao. Als krönender Abschluss kommen dann die “Xi-Jinping-Ideen der neuen Ära” mit dem “chinesischen Traum” als Dreh- und Angelpunkt, also dem Ziel, China bis 2049 zu einem vollentwickelten Industrieland und einer Weltmacht zu  machen.

Es fällt auf, dass der Teil zu Xi Jinping ungefähr ein Viertel des ganzen Buches einnimmt, obwohl er ja erst acht Jahre an der Macht ist, bei 100 Jahren Parteigeschichte. Es entsteht doch sehr stark der Eindruck, dass Xi Jinping als der wichtigste Führer der Kommunistischen Partei Chinas präsentiert wird.

China 4. Plenarsitzung 19. Zentralkommitee KP

Mit Xi Jinping als “Kern der Führung” soll es nie wieder Spaltungen geben – so die Hoffnung

Was ist der Grund für diese Fixierung auf Xi Jinping?

Ein Grund ist sicher die Furcht vor Interessenkonflikten und Fraktionskämpfen. Letztere haben in der Parteigeschichte zweimal an den Rand des Abgrunds geführt, einmal in der Kulturrevolution und einmal 1989. Und es soll um jeden Preis verhindert werden, dass innerparteiliche Kämpfe, vielleicht noch in Verbindung mit Konflikten in der Bevölkerung, diese explosive Wirkung entfalten können. Und ein starker Führer kann das verhindern, dies scheint die herrschende Vorstellung in der Partei zu sein. Allerdings hatte selbst ein charismatischer Führer wie Mao es nicht geschafft, die damaligen Fraktionskämpfe zu befrieden und zu beenden.

Felix Wemheuer ist Professor für Moderne China-Studien an der Universität zu Köln

Die Kommunistische Partei wird 100. In Peking herrscht seltsame Stimmung. Präsident Xi wendet sich mit brachialen Worten an die USA.

Als die Kampfhubschrauber am Horizont auftauchen, kommt erstmals Stimmung unter den 70.000 Zuschauern am Tiananmen-Platz auf. Ihre Köpfe drehen sich euphorisch nach oben, wo die Helikopter im Formationsflug eine riesige „100“ in den Pekinger Himmel malen. Am Boden wird die Choreographie mit wehenden Flaggen goutiert: ein rotes Fahnenmeer mit goldenem Hammer und Sichel.

Wenn die Kommunistische Partei Chinas zum Geburtstag lädt, dann zieht die Staatsmacht alle Register: Militärkapellen, Chorgesänge und eine spektakuläre Flugshow. Wie um den symbolischen Sieg gegenüber der Pandemie zu deklarieren, wird das Publikum auf den Rängen dazu aufgefordert, ihre Gesichtsmasken abzunehmen.

Xi Jinping betritt schließlich den südlichen Schutzwall der Verbotenen Stadt, direkt über dem ikonischen Bildnis Mao Zedongs. In seiner Inszenierung erinnert Xi längst selbst an den omnipräsenten Landesvater. Statt dunkler Anzug zur roten Krawatte, wie es die letzten Jahrzehnte üblich war, trägt der 68-Jährige einen grauen Mao-Anzug.

Und genau wie Mao Zedong wählt Chinas amtierender Staatschef auch als Leitthema seiner Rede den Opfer-Mythos: „Die Ära, in der die chinesische Nation abgeschlachtet und drangsaliert wurde, ist für immer vorbei“. Wer dies wage, dem würde „an der Großen Mauer aus Stahl, geschmiedet von 1,4 Milliarden Chinesen, der Kopf blutig geschlagen“.

„Bestrebungen zur Unabhängigkeit Taiwans zerschlagen“

An jener Stelle bekommt XI Jinping den ausgelassensten Applaus in einer ansonsten monotonen, ja streckenweise langweiligen Rede. Doch inhaltlich hatte es der nationalistische Vortrag in sich: Neben der offensichtlichen Drohung an die USA waren die schärfsten Töne an Taiwan gerichtet – jenen Inselstaat, den China als „abtrünnige Provinz“ betrachtet.

„Die Klärung der Taiwan-Frage und die komplette Wiedervereinigung mit dem Mutterland sind die unumstößlichen historischen Aufgaben der Partei und das gemeinsame Ziel aller Chinesen“, sagte Xi Jinping. Man müsse nun zusammen daraufhin arbeiten, „jegliche Bestrebungen zur Unabhängigkeit Taiwans zu zerschlagen“.

Neu ist eine solche Botschaft nicht. In den letzten Jahren hat sich bereits deutlich abgezeichnet, dass die chinesische Staatsführung ihre alte diplomatische Maxime der Zurückhaltung durch einen überselbstbewussten Patriotismus ausgetauscht hat.

Chinas Nation wird zu alter Stärke zurückgeführt, und vom Ausland will man sich nicht länger belehren lassen. Doch wer die Feierlichkeiten am Tiananmen-Platz begleitet, der kann die Paranoia und Verunsicherung regelrecht spüren, die die Partei hundert Jahre nach ihrer Gründung aus allen Poren auszusenden scheint.

Ein Land im Ausnahmezustand

In der Innenstadt von Peking sind bereits am Vorabend des Jubiläums sämtliche Restaurants aus „Brandgefahr“ geschlossen, einige Hotpot-Lokale lassen nur heimlich bei gedimmtem Licht die Gäste hinein. Auch Taxi-Fahrern wird seit Tagen an den Toren der Stadt der Zugang verwehrt. Lieferdienste haben ebenfalls Verzögerungen angekündigt.

Und wer mit dem Zug aus der Provinz in die Hauptstadt einreisen will, muss neben den ohnehin. Massiven Sicherheitschecks und Face-Scans nochmals zusätzliche Kontrollpunkte passieren. Innerhalb der Stadt sind an sämtlichen Kreuzungen und Fußgängerüberführungen entweder Polizisten oder Nachbarschaftskomitees platziert, um nach den Rechten zu sehen. Lesen Sie auch:Kommt das Virus aus einem Labor in Wuhan?

Wer als Journalist an den Feierlichkeiten vom Tiananmen-Platz teilnehmen wollte, musste zunächst einen kafkaesken Spießroutenlauf absolvieren: Zwei negative Virustests, Impfnachweis eines chinesischen Vakzins und 24-stündige Hotelquarantäne – all das in einer Stadt, in der offiziell seit über einem Dreivierteljahr keine lokalen Infektionen mehr registriert wurden.

Die meisten europäischen Botschaften haben auf eine Teilnahme verzichtet – nicht zuletzt, weil ihnen nur zwei Stunden Zeit gelassen wurde, um eine Zusage zu geben. „Wir sehen gar nicht ein, warum wir immer sofort springen müssen“, sagt ein Botschaftsmitarbeiter aus der EU.

Die, die dennoch „gesprungen“ sind, schlagen sich die Quarantäne-Zeit im „Great Wall Hotel“ tot, ein altehrwürdiges Gasthaus mit Blick auf das Diplomatenviertel. Es ist auch eine der wenigen Gebäude der Stadt, deren Fernseher noch ausländische Sender empfangen können. An diesem Abend zeigt das singapurische „Channel News Asia“ eine Dokumentation zur hundertjährigen Parteigeschichte.

Doch wann immer kritische Themen angeschnitten werden, etwa von der Pekinger Demokratiebewegung 1989 bis hin zur durch Mao ausgelösten Hungersnöte, ziehen die Zensoren der Stecker. Das Fernsehbild wird durch ein Regenbogenfarbiges Testbild ausgetauscht: „Kein Signal“. Die Partei fürchtet nichts so sehr wie einen kritischen Blick auf die eigene Geschichte. Denn diese zeigt eindeutige Verknüpfungen zu US Elite-Gesellschaften wie eben dem Skull&Bones Geheimorden. – Diese ganze KP ist für mich stand Heute nichts anderes als das trojanische Pferd der Globalisten und Sozio-Satanisten um das Endziel, den globalen Eine-Welt-Kommunismus ans Ziel zu bringen!

 

ARTE DOKU TIPP zu China:

Zum Abschluss hier noch eine Meldung zu meiner Aussage bzgl der geplanten Maßnahmen in Deutschland:

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