„Psiram“ – Denunzianten und Zerstörer der Meinungsfreiheit

In Nostalgie #07 widme ich mich mit Dirk Pohlmann der Verleumdungsplattform PSIRAM, die nachweislich mitunter von einem Wiener Uni-Professor mit gestaltet wird.

Nachdem Dirk Pohlmann und ich vor wenigen Wochen bereits einen Talk zu PSIRAM produzierten ließ die Antwort von PSIRAM natürlich nicht lange auf sich warten. So wurden dort auf deren Blog , das folgende geistreiche Statements verfasst:

Psiram, Lügen und kalter Kaffee

 

Wir wurden – mal wieder – endgültig enttarnt. Nachdem wir zum zigzigsten Mal aufgeflogen sind und erst neulich überstürzt unseren Stützpunkt auf Area 42 aufgeben mussten, ist es nun schon wieder passiert. Verkündet wurde die Nachricht auf der Akademie für Wahrheiten aller Art aka YouTube – wo sonst. Selbst wir waren überrascht angesichts der Enthüllung: Hinter Psiram, Wikipedia und dem ganzen Rest steckt in wirklicher Wahrheit die GWUP. Wir würden an den Fäden dieser “Sekte” hängen. Wir sind schockiert, das hätte nun wirklich keiner von uns gedacht.

Verkünder ist ein echter Durchblicker namens Manuel Mittas, der bereits bahnbrechende Enthüllungen vorzuweisen hat. So etwa, dass „die Welt von einer zionistischen Welt-Regierung des Kapitals regiert werde”, “die rechte Terrorzelle NSU nie existierte und die Morde des NSU nicht von den bekannten Tätern Böhnhardt und Mundlos verübt wurden”. Des weiteren gilt er – nach eigener Überzeugung – als Top-Experte in Sachen Satanismus und rituelle Morde. Er weiß ganz bestimmt, dass alle von den “Mainstream-Medien” berichteten Geschichten von Natascha Kampusch bis Marc Dutroux erstunken und erlogen sind und alles ganz anders war. Ein rechter, ähm echter, Experte für die Wahrheit also. Genug der lobenden Wort, sehen wir uns die Enthüllung mal genauer an.

 

Die angebliche Neuentdeckung hat die paraakademische Hochintelligenz aufhorchen lassen. Auf der Akademie für Wahrheiten aller Art wurden sofort Konferenzen einberufen, um der Neuentdeckung zu huldigen. Eine andere Größe der Konspirologen – Dirk Pohlmann – kam nicht umhin, die Bedeutung dieser Entdeckung zu würdigen. Zitat:

diese Arbeit zu Psiram war hervorragend. Ich bin mit Markus Fiedler auch drangewesen – wir haben auch dieses Posting gefunden, aber nicht – das ist der entscheidende Faktor wie du in achive.org. Denn archive.org ist damit bewiesen, was wir hatten war .. hätte auch von jemand anderes sein können .. also hätte hmm immer sich auf zurückziehen können aus Psiramsicht das waren wir ja gar nicht, hat irgendjemand reingestellt. Diese Sache ist durch ihre Zuordnung in archive.org zu der Facebook-Seite von Psiram hmm der Beweis, dass es von ihnen selber gekommen ist und das ist immens wichtig ähh also das heisst das haben wir übersehen, du hast es gefunden und das ist eine 1A journalistische Recherchearbeit für die ich mich ähhm zuerstmal hmm ruhig sozusagen gratuliere und ich möchte mich dafür bedanken, also das finde ich Klasse und insofern freue ich mich auch dass ich jetzt ähh auf jeden Fall hier mit an Bord sein kann. Also das ist jetzt dicke verdient

Eine “1A journalistische Meisterleistung” also. Selbst der ach so schlaue wie dicke Klavierlehrer Markus Fiedler habe das nicht erkannt. Mit dem ist er zwar auf einem Kreuzzug gegen Wikipedia, aber neuerdings ist man sich nicht mehr ganz so einig. Gut, den Mittas findet er eigentlich auch merkwürdig. Aber was soll’s, Hauptsache gegen den Mainstream, das verkauft sich gut. Aber andere Geschichte.

Wir wollen an der Stelle auch gratulieren. Diese Enthüllung ist wirklich bemerkenswert, wenn auch in anderer Hinsicht. Die beiden haben nämlich gerade aufgedeckt, mit welcher intellektuellen Minderleistung in dieser Szene gearbeitet wird und wie es um die Rechercheleistungen der Durchblicker und Wahrheitsverkünder aussieht – und ergo, wie valide deren geistige Absonderungen sind. Die Sache ist nämlich ein Fake, der schon seit Jahren durch das Netz geistert. Hätte man den Durchblick, den man sich gerne selber attestiert, dann wäre das schnell aufgefallen. So, liebe Youtube-Dozenten, hier mal eine Lektion in Sachen Recherche, wie man an sowas rangehen sollte.

Hätte man sich die archivierte Seite mal etwas genauer angesehen, dann wären einige Merkwürdigkeiten aufgefallen. Aber erst mal ein paar grundsätzliche Anmerkungen: Eine Seite auf Facebook kann jeder einrichten, egal wie sie nun heißen mag. Es gibt dort zig Seiten, die vorgeben, etwas zu sein, was sie nicht sind. Auch wir hatten und haben solche Imitatoren, auch außerhalb von Facebook. Wir sind seit 2014 auf Facebook und verwenden dort, wie auch auf Twitter, den Namen “psiramcom”.  Internetarchive wie Archive.org enthalten bloß Kopien von Webseiten zu bestimmten Zeitpunkten; die Kopien werden aber nicht immer automatisch erstellt, sondern können auch händisch angelegt werden. Nachtigall, ick hör dir trapsen.

So, nun zu den Details:

Das Internetarchiv sichert mehr Daten als dem Fälscher lieb sein dürfte

  • Der Seiten-Name lautet @psiram-esowatch, unserer @psiramcom. Das machen wir auch immer deutlich, um uns von Nachahmern abzugrenzen. Die FB-Fake-Seite existiert nicht mehr; sie hatte wahrscheinlich nur ein kurzes Leben zum Zwecke der Irreführung.
  • Die Seite hatte in dem gesamten Zeitraum (30. März 2016 bis 8. April 2016) nur ein Like, wahrscheinlich vom Fälscher. Die Beiträge haben keine Likes. Kommentare fehlen ganz.
  • Das Logo stammt vom Blog, das Banner fehlt. Wir hatten von Anfang an ein eigenes Design.
  • In den Beiträgen steht immer auch der Link (zum Blogbeitrag). Wir löschen den immer raus, nachdem FB den Link gewandelt hat.
  • Die Seitenbeschreibung lautet „Psiram (intern) auf Facebook – Realismus als Chance“, offensichtlich um den Anschein zu erwecken, hier würden „interne“ Infos preisgegeben. Wer’s glaubt…
  • Der Beitrag, der die Macher von Psiram zeigen soll, ist der älteste bzw. erste. Er datiert zum 12.02.2016. Davor existieren keine Beiträge. Wir sind aber schon seit August 2014 aktiv und haben schon zig Beiträge bis 2016 verfasst. Merkwürdig. Der “enthüllende” Beitrag ist bei uns nicht zu finden

Das waren nur die offensichtlichsten Merkwürdigkeiten, die aber eigentlich schon genügen sollten, um das Fake zu erkennen. Geht man etwas mehr ins Detail, müsste das auch der orthodoxeste Aluhutträger begreifen. Dazu muss er aber zumindest mal das Brett vorm Kopf wegnehmen:

UFOs im kalten Krieg: Pohlmann ermittelt undercover. Echt oder Fake?

Wer Quellen so kritiklos übernimmt und nur wahrnimmt, was er unbedingt glauben will, der meint natürlich auch belegen zu können, dass die Twin Towers von zionistisch gegenderten Reptiloiden mit Vakuumbomben pulverisiert worden sind, um zu verschleiern, dass dies ein Hort satanistischer Ritualverbrechen an Waldorfschülern war. Pohlmann, der in der Vergangenheit über Geheimdienstaktivitäten, Stay-Behind Strukturen, Olof Palme und russische U-Boote in schwedischen Gewässern recherchierte, hat hier komplett versagt. Dabei gab es in letzter Zeit Anzeichen, dass er auch helle Momente haben kann. Neben dem ganzen Verschwörungsgeraune fällt positiv auf, dass er sich in der eigenen Sippschaft Sympathien verscherzte, indem er Klimawandelleugnern mit echten Fakten begegnet.

Selbst mit seinem dicken Freund Fiedler, mit dem er regelmäßig auf Feldzüge gegen die Wikipedia und deren Autoren zieht, legt er sich an. Er debunkt die typischen Logikverdreher der Szene in echter Skeptikermanier. Auch wenn es nicht ganz leicht fällt, zum Beleg hier ein Link zu KenFM. Würde er sich auch an anderer Stelle mehr an Fakten als an Fakes halten, müsste er nicht mehr so übel gegen jene hetzen, denen er eine böse Verschwörung gegen sich und seine Überzeugungen unterstellt. Der Aluhut mag gelegentlich etwas verrutschen, sitzt aber dennoch meist fest.

Soweit genug des Schwachsinns von der PSIRAM Truppe!!

Seit 2008 schreibst der Wiener Skeptiker-Präsident Ulrich B. (PSIRAM Autor Abrax) auf seinem Blog “Kritisch gedacht” über skeptische Themen: Sekten, Homöopathie, 5G, Corona – Da ist für jeden etwas dabei!

Der Blog ist Teil der Science-Blogs, wo auch die Blogs unseres Vizepräsidenten Florian Aigner und dem Science Buster Martin Moder ihr Zuhause haben. Auf Kritisch gedacht finden sich auch Gastbeiträge anderer GkD-Mitglieder.

Hier unser aktueller Talk vom 26.2.2020:

 

 

„Der größte Lump im ganzen Land, das ist und bleibt der Denunziant!“

Die selbsternannte Aufklärungs-Seite im Internet — Psiram — hieß nicht immer so. Im Jahr 2012 benannte sich die Website um. Zuvor hieß das Projekt Esowatch.

Seitdem fungieren die Betreiber als Denunzianten und Zerstörer der Meinungsfreiheit, wobei sie die gesammelten Informationen im Stil von „Wikipedia“ veröffentlichen.

Was als vielleicht ehrbare Mission begann, um vor „falschen esoterischen Weltbildern“ zu warnen und umstrittene alternative Heilmethoden zu entlarven — mitunter geht es dabei auch um Leben und Tod — ist mittlerweile selbst zu einem politischen Werkzeug zur Diffamierung und Denunziation geworden.

Das behaupten zumindest Gegner und Kritiker der Seite. Unter diesen Kritikern sind nicht nur Investigativ-Journalisten, Politologen, Wissenschaftler und Geheimdienst-Experten.

Sie publizieren meist zu umstrittenen, kontroversen Themen und Politik-Hintergründen und erhalten dafür prompt einen kritischen Eintrag auf Psiram, der öffentlich einsehbar und bei einer normalen Suchanfrage im Internet auch meist an oberster Stelle der Trefferliste zu finden ist.

Was bedeutet „Psiram“?

„Der Name sei, erklären die Betreiber, ein Akronym aus Pseudowissenschaft, Irrationale Überzeugungssysteme, Alternative Medizin.“

Das berichtete Heise Online bereits im Juli 2012. Die Seite sammle als digitales Lexikon, Blog und Diskussionsforum „seit 2007 in seinem Wiki verfügbare Kritik an Alternativmedizin, etwa der Homöopathie.

Das Online-Portal hat sich der Aufklärung über alternative Heilverfahren verschrieben und sich dabei den Zorn all derjenigen zugezogen, die entsprechende Produkte und Dienstleistungen vertreiben oder einfach von ihnen überzeugt sind.“

Ein weiterer Schwerpunkt bei Psiram liege „auf dem Entzaubern von Verschwörungstheorien.“

Dabei sind auch die deutsch-russischen Medien Sputniknews und RT im Visier der selbsternannten Aufklärer.
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Sputnik und RT auf Psiram: „Putins Informationskrieger“

„Kritiker werfen Sputnik vor, es sei gegründet worden mit dem Ziel, ‚Gegenpropaganda‘ zu betreiben“, behauptet Psiram beispielsweise unter Verweis auf Medienmeldungen, die bereits deutlich meinungsgefärbt sind.

Das Portal zitiert dabei einen ARD-Hörfunkkorrespondenten in Moskau, der anlässlich der Vorstellung des Mediendienstes Sputnik „von einem Informationskrieg“, sprach, in dem sich Präsident Wladimir Putin „mit dem Westen sehe und den er mit der Pressefreiheit widersprechenden Mitteln führe“.

Die Süddeutsche Zeitung wird zitiert, demnach sei Sputnik ein neuer Versuch, „russische Staatspropaganda in Deutschland zu verbreiten.“ Auch die Tatsache, dass Sputnik und RT immer wieder in Verfassungsschutzberichten auftauchen, wird zur Legitimation der eigenen Kritik von Psiram herangezogen.

Ebenso wird der „Fall Lisa“, der international hohe Wellen schlug, von Psiram erwähnt.

Aber dass Sputnik seit Jahren immer wieder darauf hinweist, dabei keine Fake News verbreitet zu haben, sondern nur bereits vorliegende Informationen zitiert zu haben, wird im Beitrag unterschlagen.

RT hat diese Geschichte nicht erfunden, wie immer wieder gern behauptet wird. Da musste sogar der Deutsche Journalisten-Verband (DJV) zurückrudern und eine Richtigstellung in eigener Sache veröffentlichen. Zuvor hatten Sprecher des Verbandes immer wieder behauptet, die Urheberschaft des Falles Lisa liege bei RT Deutsch.

Auch beim Fall Skripal unterstellt Psiram den beiden Medien Sputnik und RT „falsche Angaben“, die sich nach eingehender Prüfung als unwahr erwiesen hätten. Russlands Außenminister Sergej Lawrow zitierte im April 2018 die Ergebnisse eines Labors in der Schweiz, das in einer Probe nicht Nowitschok, sondern den Stoff BZ nachgewiesen habe, der in den USA und Großbritannien hergestellt wird.

Weil aber die OPCW intransparent über die Laboruntersuchungen und ihre Ergebnisse informierte, stellte sich erst nach Lawrows Äußerung heraus, dass die Schweizer eine sogenannte Kontrollprobe ausgewertet hatten. Lawrow hatte also nicht gelogen, sondern war von falschen Annahmen ausgegangen.

Kein Wunder, werden im Fall Skripal doch permanent Informationen der Öffentlichkeit vorenthalten oder nach einer Weile neu dargestellt, aber Russland wird aufgefordert, ohne Zugang zu den Originalproben von Salisbury an der Aufklärung mitzuwirken. Für Psiram war es dennoch Grund genug, hier „Fake-News“-Verdacht zu wittern und Lawrow, Sputnik und RT Lügen vorzuwerfen.

Um seine Vorwürfe zu untermauern, bezieht sich das Portal ebenso auf ein angeblich „unabhängiges US-amerikanisches Forschungsinstitut“, das Center for European Policy Analysis (CEPA). Dieses werfe Sputnik in Ost- und Zentraleuropa eine einseitige Vorgehensweise und „Feindseligkeit gegenüber dem Mainstream“ vor.

Demnach gewähre das Medium „den Protest-, Anti-Establishment- und pro-russischen Abgeordneten in diesen Ländern eine überproportionale Berichterstattung.“ Das CEPA ist alles andere als unabhängig, sondern höchst abhängig, von Geldern von US-Rüstungskonzernen und dem Verteidigungsministerium der USA.

Einen ähnlichen Vorwurf richtet Psiram gegen die Kollegen von RT:

„Russia Today verbreitete mit seinen mehrsprachigen Ablegern mehrfach Verschwörungstheorien, wie sie beispielsweise in der Trutherszene kursieren, sowie Desinformation. (…) Themen der Berichterstattung waren u.a. die Bilderberger und Bohemian Grove.“
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„Zahlreiche Fehler“: Durch „Psiram“ Geschädigte wehren sich

Dass die anonymen Psiram-Autoren kritische Publizisten namentlich nennen und diese dabei sogar teilweise mit aktuellem Wohnort und Geburtsstätte angeben und damit aus dem Internet einen Pranger machen, scheint die Macher der Website dabei selbst nicht zu stören.

Manch ein Beobachter spricht in solch einem Fall von Doppelmoral.

So berichtet der Regisseur und Filmemacher Markus Fiedler in seinem Blog über seinen eigenen Psiram-Eintrag und damit gemachte Erfahrungen. Gemeinsam mit Geheimdienst-Experte und Politologe Dirk Pohlmann hinterfragt und recherchiert er seit Jahren kritisch zur Online-Enzyklopädie Wikipedia.

Dabei habe er inhaltliche und personelle Überschneidungen sowie Querverbindungen zwischen Psiram und Wikipedia entdeckt und öffentlich gemacht, wie er sagt.

„Wer nach meinem Namen in der Suchmaschine Google schaut, wird schnell feststellen, dass es da eine Seite namens Psiram.com gibt, die sehr viel über mich zu erzählen hat“, schreibt Fiedler in seinem Blog.

„U. a. werden dort zahlreiche Fehler in meinen Filmen zur Wikipedia aufgezählt. Das Problem ist, dass nur weniges davon wirklich stimmt. Die anonymen Macher von Psiram verstehen es, Tatsachen mit Falschbehauptungen so zu vermischen, dass der unbedarfte Zuschauer nicht erkennen kann, was davon richtig oder falsch ist.

Am Ende ist ein recht umfangreicher Artikel zu meiner Person auf Psiram entstanden. Der unbedarfte Zuschauer muss dem Artikel entnehmen, dass der Herr Fieder ein ganz schlimmer Finger sei. (…) Auch vor plumpen Falschbehauptungen schrecken die Macher von Psiram nicht zurück.“

Fiedlers Einschätzungen bestätigen die grundsätzlichen Zweifel an der Seriosität von Psiram und lassen natürlich auch die Beschuldigungen dieses Portals gegen Sputnik und RT in einem neuen Licht scheinen.

„Meine Filmproduktionen scheinen die Macher von Psiram zu stören“, so der Dokumentarfilmer weiter.

„Denn in meinem zweiten Film namens ‚Zensur‘ wird im Detail erklärt, wie die Masche von Psiram in Zusammenarbeit mit der Wikipedia funktioniert und welche gesellschaftlichen Gruppen dahinterstecken. Dabei gehöre ich gar nicht zum ‚üblichen‘ Personenkreis, der ansonsten mit Psiram seine Schwierigkeiten hat.

Psiram geht generell gegen alles vor, was unliebsame Konkurrenz zur etablierten Medizin ist. Sowohl Vertreter der Alternativmedizin als auch die alternativmedizinischen Methoden selbst werden auf Psiram abwertend dargestellt.“

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Auch Daniel Ganser ist ein Verschwörungstheoretiker

Psiram bezeichnet den international renommierten Historiker Daniele Ganser schlicht als „Schweizer Verschwörungstheoretiker“. Zudem kritisiert das Portal, der anonym betriebene, aber in Nachrichtenkreisen als valide Quelle angesehene Nachrichtenblog Zero Hedge, werde von Sputniknews „in verschiedenen Sprachversionen als Nachrichtenquelle genutzt.“

Dazu nur kurz und knapp: Der Vorwurf einer anonym betriebenen Website, ein Medium würde eine andere anonym betriebene Informationsquelle nutzen, entbehrt fast schon jeder Logik und Grundlage.


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Ebenso im Visier von Psiram: „Rubikon“ — ein kritisches Magazin

Auch kritische Online-Magazine sind im Visier von Psiram.

Darunter Rubikon. Ein nach eigener Aussage Magazin für die kritische Masse, das aktuell vor allem die weltweiten Corona-Maßnahmen und medizinischen Verlautbarungen der Experten sowie Regierungen kritisch betrachtet und dabei immer wieder auf das hohe Gut der Meinungs- und Pressefreiheit verweist.

„Mehrere Artikel von Rubikon gehen auf die COVID-19-Pandemie durch das Coronavirus SARS-2 CoV-2 ein“, so der Psiram-Eintrag.

„Seit April 2020 beherrscht dieses Thema fast völlig die Artikel von Rubikon. Insbesondere wurde versucht, Maßnahmen der Bundesregierung zur Eindämmung der Pandemie in Frage zu stellen. Artikel von Rubikon wurden wiederum häufig von so genannten ‚Coronaleugnern‘, Kritikern und Gegnern staatlicher Maßnahmen, zitiert.“
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Insbesondere Rubikon stehe „im Verdacht, diese Art von Propaganda in der Rolle als Putins fünfte Kolonne mehr als nur zufällig zu spielen“, ergänzt dazu der Psiram-Blog.

„Die engen Beziehungen, die man zu RT Deutsch pflegt, sind sicher mit einer entsprechenden Agenda verbunden. Das wird nur allzu deutlich, wenn man sich die aktuelle Ergänzung unseres Wiki-Artikels zu Rubikon ansieht. Auf Hinweis eines Foren-Nutzers sind wir einer Sache nachgegangen, die Rubikon eindeutig als Propagandakanal des Kremls ausweist.“

Hierzu kann nur festgestellt werden:

Das, was Psiram Anderen vorwirft — nämlich ohne Faktenbasis „nur zu spekulieren“ — betreibt die Plattform selbst. Es wird einfach eine „entsprechende Agenda“ zwischen „Rubikon“ und „RT“ vermutet. Beweise und Indizien für diese Behauptung? Fehlanzeige.

Übrigens: Viele Rubikon-Autoren — darunter der bereits zitierte Ullrich Mies — schreiben gegen diese Verleumdungen an:

„Ganz in der Tradition totalitärer Herrschaft denunzieren sie alle Kritiker der Herrschaftsinterpretationen und stellen sie an den Pranger — wie das Geheimdienst-Projekt Psiram.“

Das Autoren-Duo Hermann Ploppa und Flo Osrainik kritisiert in einem weiteren Rubikon-Beitrag:

„Einschüchterung und Shitstorm sind gängige Druckmittel, um nicht Nato-konforme Meinungen im Keim zu zerdrücken. Zudem wird die ‚Wahrheit‘ neu definiert von intransparenten Instanzen wie Wikipedia oder Psiram.“
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Anonyme Betreiber von „Psiram“: Nähe zu Wikipedia?

„Ich kenne keinen einzigen von den circa 3.400 deutschsprachigen Psiram-Artikeln, der ein Thema oder eine Person positiv behandelt.“

Psiram versuche durchweg, Negatives in die Welt zu setzen.

„Da Psiram ein durchweg illegales Angebot ist, kann ich nicht darauf verlinken, ohne mich selbst strafbar zu machen“, stellt Fiedler außerdem fest.

„Die kriminellen Betreiber von Psiram haben Bekannte und Gleichgesinnte innerhalb der Wikipedia.“

Die Online-Enzyklopädie habe einerseits „das Image von Psiram reingewaschen und aufpoliert und andererseits werden ähnliche diffamierende Artikel zu unliebsamen Personen erstellt.“

Das bekannte Online-Lexikon Wikipedia lässt diese Ungereimtheiten in seinem eigenen Beitrag zu Psiram weg. Demnach handelt es sich hierbei lediglich um „eine der Skeptikerbewegung nahestehende Website, die sich selbst als ‚Verbraucherschutzseite‘ und als ‚Wiki der irrationalen Überzeugungssysteme‘ beschreibt und gegen Pseudowissenschaft, Esoterik und Verschwörungstheorien wendet.

Psiram verwendet für die lexikalische Darstellung der Beiträge die MediaWiki-Software. Dazu gehören mit Stand vom Oktober 2015 über 3.000 esoterikkritische, meist deutschsprachige Artikel im Stil der Wikipedia, die von 130 freigeschalteten Autoren eingestellt wurden.“

Die Autoren müssten unter Pseudonym die Einträge veröffentlichen, auch die Betreiber der Website sind nicht öffentlich bekannt. Das anonyme Auftreten diene dem Schutz der Autoren vor möglichen Belästigungen.
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Journalist aus Österreich wehrt sich gegen „Psiram“

Im Herbst 2019 interviewte Sputnik den freien und investigativen Journalisten Manuel C. Mittas zum Kindesmissbrauchsfall rund um Marc Dutroux. In dem Gespräch nannte der Wiener Journalist unter anderem gerichtliche Unterlagen und Aussagen eines belgischen Generalstaatsanwalts als Quellen.

Außerdem untermauerte er durch Fakten und Indizien auch Spuren, die in diesem Fall nach Hamburg führen. Derzeit würden diesbezügliche Anzeigen an Gerichten in der Hansestadt laufen, erklärte der österreichische Journalist damals im Sputnik-Gespräch.

Dennoch berichtet der Eintrag bei Psiram — der prompt nur wenige Tage später erfolgte — von „Spekulationen“:

Mittas wurde im November 2019 vom russischen Staatssender Sputniknews interviewt. Im Laufe seiner Beschäftigung mit dem Kriminalfall Marc Dutroux behauptet Mittas spekulativ einen Bezug nach Deutschland.“

Mittas wehrte sich postwendend gegen diese Falschdarstellung und schrieb kurz darauf in seinem Blog:

„Nachdem über mich, Manuel C. Mittas, ja nun auch ein PSIRAM-Artikel voller Schwachsinn und schwerer Fehler veröffentlicht wurde, stellt sich die Frage, wer mitunter hinter derartigen Verleumdungs-Kampagnen steckt.“

So konnte der Österreicher, wie er selbst berichtet, im Zuge seiner aktuellen Recherche „via der Webseite http://www.archive.org, wo so ziemlich alles im Netz gespeichert und zurückverfolgt werden kann, nun einen Facebook-Eintrag aus dem Jahr 2016 finden, der mitunter Namen und Gesichter von einem Teil der Psiram-Mannschaft zeigt, finden.“

Damit habe er das Psiram-Team aus der Anonymität geholt und namentlich enttarnt.
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„Wir waren und sind einigen Angriffen ausgesetzt, angefangen von Drohmails, die fast wöchentlich eintrudeln, (…) bis hin zum Stalking von Personen“, zitierte „Heise Online“ die Psiram-Verantwortlichen selbst, die namentlich nicht genannt werden wollen.

Es würden Seiten im Netz existieren, „die sich nicht scheuen, komplette Anschriften und teils sogar private Kontaktdaten von Personen zu veröffentlichen, die sie hinter Psiram vermuten.“

Psiram lege daher großen Wert auf die Anonymität ihrer Mitarbeiter. Dies wiederum treibe viele Beobachter zur Frage: „Wer steckt denn nun eigentlich dahinter?“

Abgesehen von der Frage, wie Psiram ohne Rot zu werden, die Praktiken rügen kann, die das Portal selbst betreibt — also kritische Autoren mit vollen Namen und teilweise Anschriften zu veröffentlichen. Doppelstandards?

Wer steckt hinter Psiram?

Der Wiener Journalist Mittas meinte in den letzten Monaten immer wieder, die Hintermänner hinter Psiram enttarnt zu haben. Seine Recherche habe „in der Freien und Alternativen Medienszene natürlich Wellen geschlagen“, schreibt er. Im Zuge dessen konnte er sich in einem Video-Interview mit Geheimdienst-Experte Pohlmann im Februar über „das Problem unterhalten. Somit wissen wir nun, wer sich hinter Psiram versteckt.“

Fiedler beschreibt auf seinem bereits zitierten Blog ausführlich, wie „durch dieses Psiram-Rufmordportal verschiedene Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens als Antisemiten, Antiamerikaner, Rechtsradikale, Verschwörungstheoretiker und Holocaustleugner verunglimpft werden, ohne dass sich die Betroffenen dagegen wehren könnten.

Ich nahm schon damals an, dass die Extremisten hinter Psiram.com in der Folge des Interviews mir sehr wahrscheinlich eine spezielle Seite widmen würde. Damit lag ich richtig.“ Häufig würden sich diese Verleumdungen wenig später dann auch auf Wikipedia finden lassen.

„Leider kann man gegen diesen Rufmord durch Psiram nicht vorgehen, weil die illegalen Macher es sehr gut verstehen, sich zu verstecken. So ist der Internetprovider von Psiram anscheinend eine Briefkastenfirma auf Island.

Die Server, auf dem die Seiten des Rufmordprangers Psiram gespeichert sind, findet man irgendwo in Ost-Europa. Verantwortliche für das Denunziationsprojekt sind nicht auffindbar, sie verwischen gekonnt ihre Spuren in der digitalen Welt.“
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Psiram: Die Zerstörer der Meinungsfreiheit

Das selbsternannte Aufklärungs-Portal Psiram „ist mittlerweile ein massives Problem für die Meinungsfreiheit“, schreibt der österreichische Investigativ-Journalist Mittas.

„So werden Beiträge zu diversen Menschen, die sich auf Psiram finden, nicht selten verzerrt und aus dem Kontext dargestellt — doch für Frau Müller aus Buxtehude erscheint das Ganze in der Regel authentisch und hochseriös. Doch mit Meinungsfreiheit hat das nichts mehr zu tun, denn genau diese wird von Psiram und dem, was dahinter steht, mit allen Mitteln bekämpft und untergraben.

So haben Menschen, die auf Psiram gelistet bzw. erwähnt werden, in der Regel nicht selten Probleme, da ihnen von verschiedensten Seiten, schwere Steine in den Weg gelegt. Das reicht von wirtschaftlichen, aber auch sozialen Schwierigkeiten, bis hin zur kompletten Existenzvernichtung.“

Das sind bei Weitem nicht die einzigen Kritiker der umstrittenen Informations-Plattform. Bereits seit Jahren kritisiert Michael Utsch von der Evangelischen Zentralstelle für Weltanschauungsfragen die mangelnde Transparenz von Psiram.

Laut Medienberichten sieht er „neben differenzierten Informationen auch heftige Übertreibungen und Polemiken“ bei Psiram am Werk.

Quelle: Dieser Text erschien unter dem Titel „RT und Sputnik im Visier – „Psiram“: Wie im Lexikon-Stil denunziert wird“ zuerst auf SputnikNews – gefunden bei LupoCattivoBlog – Die Alpenschau bedankt sich!

 

Mitglieder der GWUP und Psiram

(inklusive den vorliegenden Geburtsdaten)

Florian Aigner, geboren am 19. November 1979 in Freistadt, OÖ

Niko Alm, geboren am 30. August 1975 in Wien, Ö

Sebastian Bartoschek, geboren am 20. August 1979 in Recklinghausen, D

Lydia Benecke, geboren als Ewelin C. Wawrzyniak laut eigenen Angaben im November 1982 in Bytom (Beuthen), Polen

Ulrich Berger, (Abrax auf Psiram) geboren am 15. Juli 1970 in Steyr, Ö

Edmund Berndt, geboren 1948 am Attersee, Ö
Erich Eder, geboren 1965 in Linz, Ö
Edzard Ernst, geboren am 30. Januar 1948 in Wiesbaden, D
Krista Federspiel, geboren 1941 in Niederösterreich
Florian Freistetter, geboren am 28. Juli 1977 / 10:33 in Krems/Donau, Ö Anne Frütel, geboren 1978 in Aschaffenburg, D
Natalie Grams, geboren am 12. April 1978 in München, D
Werner Gruber, geboren am 15. März 1970 in Ostermiething, OÖ
Bernd Harder, geboren im März 1966 in Hagen, D
Eckart von Hirschhausen, geboren am 25. August 1967 in Frankfurt, D Michael Horak, (@fatmike182 auf Twitter) unveröffentlicht in Wien, Ö Holm Gero Hümmler, geboren am 22. September 1970 in Hanau, D Knut Junker, (@KnutUweMaria auf Twitter) in Wuppertal, D
Thomas Krappweis, geboren am 9. Mai 1972 in München, D
Michael Kunkel, geboren am 15. Juli 1960 in Aschaffenburg, D
Stefan Laurin, geboren am 13. Dezember 1964 in Gelsenkirchen, D Harald Lesch, geboren am 28. Juli 1960 / 18:10 in Gießen, D
Wolfgang Maurer, unveröffentlicht in Wien, Ö
Martin Moder, geboren am 10. Januar 1988 in Wien, Ö
Theodor Much, geboren 1942 in Tel Aviv, lebt in Wien, Ö
Nikil Mukerji, geboren am 1. Mai 1981 in München, D
Thomas Nückel, geboren am 20. Dezember 1962 in Herne, D
Elisabeth Oberzaucher, geboren am 30. Mai 1974 in Hermagor, Ö Martin Puntigam, geboren am 9. April 1969 in Graz, Ö
Anna & Klaus Ramstöck, unveröffentlicht als Pseudonym im Internet, D Amardeo Sarma, geboren am 27. Dezember 1955 in Kassel, D
Marc Scheloske, geboren in den 70er Jahren in Schwäbisch Gmünd, D Christoph Schurian, unveröffentlicht in Bochum, D

Mario Sixtus, geboren am 6. März 1965 in Ratingen, D
Ulrike Traub, geboren am 17. August 1965 in Singen, D
Stefan Uttenthaler, geboren am 30. September 1978 in Haag, OÖ Alexa Waschkau, geboren am 13. Dezember 1974 in Bad Pyrmont, D Alexander Waschkau, geboren am 1. Dezember 1975 in Minden, D Jörg Wipplinger, geboren am 12. November 1975 in Dornbirn, Ö

Diese Auflistung erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Die angeführten Personen beteiligen sich am medialen Kesseltreiben und betreiben einschlägige Blogs, um einerseits Betreiber Alternativer Medien und diverser Aufklärungs-Kanäle, als auch Anhänger der Alternativmedizin und Esoterik zu diffamieren und auf höchst dubiose Weise zu zerstören.

 

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Von MCM

Freier Journalist, Video-Reporter, Mediengestalter, DJ & Musiker,