In diesem Spezial möchte ich Euch wichtige Bücher mit Österreich-Bezug, präsentieren:

1., MOISHE A. FRIEDMAN – Der Rabbi, der Mossad und der Mord an Jörg Haider / Eigenverlag


Neue brisante Details und Berichte in der neuen Fassung des Buches „Der Rabbi der Mossad und Mord an Jörg Haider“.

Justiz – Ermittlungen richten sich erstmals gegen handelnde Personen bei der Staatsanwaltschaft Klagenfurt und beim Landeskriminalamt Klagenfurt.

In der Strafsache „Mord an Jörg Haider“, welche der ehem. Oberrabbiner Moishe A. Friedman bei der Staatsanwaltschaft in Wien eingebracht hat, gibt es spannende Wendungen. Erstens: Es gibt keine wie immer geartete Abtretung der Staatsanwaltschaft Wien an die StA Klagenfurt. Es wäre angesichts der Faktenlage auch widersinnig, würde die StA Klagenfurt in einer Sache untersuchen, in welcher sie selbst eine höchst fragwürdige Rolle gespielt hat und selbst untersucht werden wird.

Neben den formellen, bereits eingereichten Ablehnungsanträgen gegen die Staatsanwaltschaft Klagenfurt wegen Befangenheit und Voreingenommenheit in den Ermittlungen in Sache „Mord an Jörg Haider“, welche jetzt das Präsidium des Straflandesgerichts Wien behandeln muß, richten sich die Ermittlungen in erster Linie auch gegen handelnde Personen bei der Staatsanwaltschaft Klagenfurt und Personen im Landeskriminalamt Klagenfurt.

Gegen die beschmutzenden, wahrheitswidrigen und verleumderischen Artikel in der Kleinen Zeitung vom 15. bzw. 16. November 2019 sind bereits zivilrechtliche wie strafrechtliche Verfahren im Gange.

Das BZÖ Kärnten unterstützt diese Aussagen Friedmans und ergänzt: „Weitere brisante Details und Berichte über die abscheuliche Rolle in den Berichterstattungen der Kleinen Zeitung in der Sache Jörg Haider sind vor der Veröffentlichung. Die Bürger von Kärnten, Österreich und in vielen anderen Ländern werden sich dann ein Bild über die sogenannte „Objektivität“ derjenigen Medienvertreter machen, die sich selbst in einem Tempel der auserwählten Berichterstatter wähnen.“

Paßt nämlich irgend etwas nicht in die „veröffentlichte Meinung“ der Systemmedien, so werden aufrechte Bürger und Patrioten schnell als „rechtsrechte Recken“, „Verschwörungstheoretiker“ usw. abgestempelt.

Im Gegensatz zu den Verleumdungen und lügenbehafteten Inhalten des KLEINE ZEITUNG – Artikels geht es in dem Buch „Der Rabbi der Mossad und Mord an Jörg Haider“ um die wahren Hintergründe, welche jetzt um ein brisantes Kapitel erweitert werden: Die Transkription des Haider-Interviews im Jahre 2002 bei Al Jazeera, welches aus dem Netz (Internet) beinahe spurlos entfernt worden ist. Dem BZÖ Kärnten liegt dieses Interview Jörg Haiders nun vor, welches noch immer höchste Sprengkraft hat.

Friedman: „Viele stellen sich in diesem Zusammenhang Fragen über den damaligen Ablauf in der Öffentlichkeit in der Causa LH Dr. Jörg Haider vs. Muzicant. Man erinnere sich an Haiders Aussage: „Eines verstehe ich überhaupt nicht, wie jemand der ARIEL heißt (gemeint Ariel Muzikant, Präsident des Israelitischer Kultusgemeinde Wien) soviel Dreck am Stecken haben kann?“

LH Dr. Haider hat daraufhin sein Bedauern zu dieser Aussage treffen müssen und wurde genötigt, fünf Ehrenerklärungen gegenüber Herrn Muzikant zu unterschreiben. Vieles wird sich bei den jetzigen Recherchen Friedmans auftun und die Rolle der Zudecker und Vertuscher wird ans Tageslicht kommen.

Dazu gab es ein wichtiges Interview beim BZÖ-Kärnten!

2., GUIDO GRANDT – Mordkomplott Jörg Haider / Eigenverlag

„Man hat mich von verschiedener Seite aus gewarnt, dieses Werk zu schreiben und zu veröffentlichen, weil immer noch Kräfte darauf hinwirken, dass der Deckel zubleibt und das offizielle Ermittlungsbild nicht zerstört wird. Nun sehen all jene, was ich von ihnen und ihren Drohungen halte: Hier ist das Buch zum Mordkomplott Jörg Haider!“
Guido Grandt


11. Oktober 2008: Der Kärntner Landeshauptmann Dr. Jörg Haider „verunfallt“ gegen 1.15 Uhr auf der Loiblpass-Bundesstraße in der Ortschaft Lambichl im Süden Klagenfurts. Er kommt direkt aus einem Schwulenlokal, ist sturzbetrunken (1,8 Promille), und rast mit doppelt so hoher Geschwindigkeit, wie erlaubt, in den Tod. Das ist die offiziell verbreitete Covergeschichte von Jörg Haiders „Unfall.“ Doch sie stimmt so nicht!
Guido Grandt belegt mit seinen Recherchen, dass der BZÖ-Politiker nicht bei einem Verkehrsunfall ums Leben kam, sondern einem „Mordkomplott“, einem Attentat zum Opfer fiel! Dazu wurden ihm viele Dokumente zugespielt, die hier erstmals veröffentlicht werden. Wie es zu diesem politischen Mord kam, welche Fakten, Widersprüche, Vertuschungen und Lügen es dazu gibt und welche Mordmotive sich dahinter verbergen, ist Inhalt dieses Buches.
Mit Erscheinen von Mordkomplott Jörg Haider müssen die Ermittlungen neu aufgenommen werden!

Dazu habe ich mit Guido Grandt ein Interview geführt:

3., RAKHAT ALIYEV – Tatort Österreich, The Godfather in Law 2 / Ibera

Von einem der prominentesten Protagonisten des Systems zum über Nacht Geächteten. Vom Schwiegersohn zum Verstoßenen. Vom Botschafter zum permanent Gejagten: So schnell kann es im Reich des unabsetzbaren Präsidenten Kasachstans, Nursultan Nazarbayev, gehen. Vor dem Zorn des Diktators und seines Geheimdienstes, des kasachischen KNB, ist niemand sicher. Auch nicht in Österreich. Schonungslos dokumentiert Dr. Rakhat Aliyev, wie österreichische Polizeibeamte äußerst erfolgreich korrumpiert wurden und wie es dem kasachischen Geheimdienst sogar gelungen ist, österreichische Parlamentsabgeordnete und Journalisten zu manipulieren. Belegt durch bislang unveröffentlichte Dossiers über Ermittlungen des „Spitzelausschusses“ im österreichischen Parlament und streng geheime Protokolle von Geheimdiensten und Polizei werden zahlreiche Verbrechen des kasachischen KNB belegt.

https://www.facultas.at/list/9783850523226
evstafiev_rakhat_aliyev

Dazu gehören nicht nur Schmiergeldzahlungen an österreichische Beamte, sondern sogar Mord- und Entführungsversuche, die direkt in Österreich stattgefunden haben. Auch die massiven Verflechtungen des Diktators mit österreichischen Banken, Firmen, Lobbyisten und Politikern sowie Investments von Nazarbayev und seinem Clan in Österreich werden erstmals detailliert aufgedeckt. Bereits Rakhat Aliyevs erstes Buch, The Godfather-in-law, wurde in Kasachstan verboten und hat eine unglaubliche Jagd auf ihn und seine Familie ausgelöst. Seine neuen Enthüllungen belegen nun in einer völlig neuen Dimension die Korruption von Nazarbayev, seinem Regime und seiner Armada internationaler Lobbyisten, Anwälte und Berater. Dr. med. Dr. oek. Rakhat Aliyev ist ein einflussreicher Politiker und erfolgreicher Unternehmer, Ex-Botschafter Kasachstans in Österreich, ehemaliger Ständiger Vertreter bei OSCE und UNO und anderen internationalen Organisationen in Wien, ehemaliger Erster Vize-Außenminister. Als Präsident Nazarbayev im Mai 2007 die kasachische Verfassung nach seinem Gutdünken umgekrempelt und das Recht der lebenslangen Präsidentschaft erworben hatte, begann er mit seinen Gegnern hart abzurechnen. Zu jener Zeit beendete Rakhat Aliyev das Spiel und wagte einen waghalsigen Sprung in die Freiheit. Der Autor wurde mittlerweile in seiner Heimat zum Staatsfeind Nr.1 erklärt.

Der Schlachthof des Oligarchen

Wie das Geld eines dubiosen Ex-Geheimdienstchefs in ein Prestigeprojekt der Stadt Wien floss

Wo die Wiener früher ihre Tiere schlachten ließen, tummeln sich heute Journalisten und Medienleute. Und wer wissen will, warum das Media Quarter Marx 3 (MQM3), das 35.000 Quadratmeter große Medienzen­trum auf dem alten Schlachthofgelände, heute in einem Satz mit blutigen Kapitalverbrechen genannt wird, stößt auf eine skurrile Geschichte.
Die Geschichte beginnt beim Kasachen Rakhat Aliyev. Er ist reich und war in Österreich lange ein gerngesehener Gast. In seiner rohstoffreichen Heimat war er Vize-Außenminister, Vize-Geheimdienstchef und ein Wirtschaftsmogul. Und er war der Schwiegersohn von Nursultan Nasarbajew, dem Präsidenten Kasachstans.
Als sich das Verhältnis zwischen ihm und Nasarbajew abkühlte, wurde Aliyev 2002 als kasachischer Botschafter nach Wien entsandt.

In Wien baute er sich ein mächtiges Netzwerk auf, sogar im Verein der Freunde der Wiener Polizei saß Aliyev. Dort traf er Adolf Wala, einen Strippenzieher, der einmal Chef der Nationalbank war und heute der Chef der Fimbag ist. Die verwaltet die Beteiligungen der Republik am Finanzmarkt.
Wala, der aus seinem guten Kontakt zu Aliyev kein Geheimnis macht, ist die zweite Station in dieser Geschichte. Im Jahr 2005 beschließt die Wirtschaftsagentur Wien, ein städtischer Fonds, auf den alten Schlachthofgründen in St. Marx ein Medienzen­trum zu entwickeln.
Die Stadt sucht dafür einen privaten Partner, verzichtet, gesetzeskonform, auf eine Ausschreibung, verhandelt erfolglos mit Firmen wie Porr und Prisma, bis Ex-Nationalbanker Wala erscheint, der mit Investoren in das Projekt einsteigt.
Für die privat-öffentliche Zusammenarbeit wird 2007 die MQM Errichtungs- und Verwertungs-GmbH gegründet, die der Wirtschaftsagentur Wien die St.-Marx-Liegenschaft für 7,1 Millionen Euro abkauft. Der Deal wurde mittlerweile vom Rechnungshof geprüft und als korrekt bewertet. Wala und Partner halten über die Firma VBM 60 Prozent an der MQM, die Stadt Wien über ihre Technologieagentur ZIT 40 Prozent. Die VBM stellte 6,8 Millionen Euro Eigenkapital, die ZIT 4,52 Millionen; gemeinsam nahm man einen Kredit in der Höhe von 48,5 Millionen auf. Das Projekt entwickelte sich zu einem Erfolg, Wiener Zeitung und ProSiebenSat.1-Puls 4-Gruppe residieren mittlerweile im MQM3.
Die Gesellschafter der VBM waren neben Wala die österreichischen Geschäftsmänner Christian Bodizs und Andreas Lenzinger. Als Wala 2010 Chef der Fimbag wurde, trat er seinen Anteil an Lenzinger ab. Über Details wird geschwiegen, denn hinter der VBM steht größtenteils weder Wala noch Bodizs oder Lenzinger, sondern mit 85 Prozent die A.V. Maximus Holding. Sie gehört Aliyevs Frau Elnara Shorazova, von der auch die 6,8 Millionen Euro Eigenkapital stammen. Über seine Familie hält Aliyev also mehr als die Hälfte am MQM.

Das führt zur dritten Station dieser Geschichte: Astana, Hauptstadt Kasachstans. Seit Fe­bruar 2007 wird Aliyev von der kasachischen Regierung vorgeworfen, den Mord an zwei kasachischen Bankmanagern in Auftrag gegeben zu haben. Der bereits lang schwelende Konflikt mit dem milliardenschweren Präsidenten findet seit damals auf internationaler Bühne statt. Die beiden bezichtigen sich gegenseitig schwerster Verbrechen und beschäftigen Anwälte, Lobbyisten, Politiker und Polizisten.
Aliyev wurde 2007 in Österreich verhaftet, kam aber nach zwei Tagen wieder frei. Die österreichischen Behörden lehnten seine Auslieferung nach Kasachstan mit dem Grund ab, er könne dort mit keinem rechtsstaatlichen Verfahren rechnen. Seit 2011 ermittelt die Wiener Staatsanwaltschaft wegen Mordes gegen Aliyev, zu diesem Zeitpunkt hatte sich dieser aber bereits nach Malta abgesetzt.

Die vierte Station dieser Geschichte führt in die Wiener Stadtpolitik. Seit Aliyev zur Persona non grata geworden ist, tobt im Rathaus die blaue und schwarze Opposition gegen den Deal mit dem „dubiosen Ex-Botschafter“, der zudem der Geldwäsche verdächtigt wird. Die zuständige Stadträtin Renate Brauner (SPÖ) versichert, die Stadt habe nichts von Aliyev gewusst, man habe das Geschäft mit Wala gemacht.


Wala bestätigt gegenüber dem Falter Brauners Aussage: „Das Geschäft war ein Investment für die Firma von Aliyevs Frau; mit Aliyev hatte das nichts zu tun.“ Aliyev selbst meldete sich aus dem Exil zu Wort und behauptete in seinem Buch, er habe mit Brauner über den Deal gesprochen, und zwar bei einem Eishockeymatch in Wien.
Bleibt die Frage, ob der Steuerzahler bei dem Deal zu Schaden gekommen ist. Der Rechnungshof wollte die MQM prüfen; die städtische ZIT lieferte alle ihre Unterlagen, doch der 60-Prozent-Partner VBM weigerte sich, alle Akten ungeschwärzt vorzulegen. Nun muss der Verfassungsgerichtshof entscheiden, ob das rechtens ist.


Die Rathausopposition stört vor allem eine 2010 aufgesetzte Klausel, die es der VBM noch knapp vier Wochen lang (bis Ende 2013) erlaubt, den MQM-Anteil der Stadt Wien von 40 Prozent für einen Fixpreis von 5,2 Millionen Euro zu kaufen, inklusive Kreditverpflichtung.

Viel zu günstig, tobt die Opposition. Wirtschaftsagentur-Sprecherin Ursula Kainz beruhigt, das stimme nicht, der Preis sei fair berechnet, die Aliyev-Diskussion würde dem Projekt nur schaden: „Wenn es sich um ein Schnäppchen handeln würde, hätte die VBM von ihrer Kaufklausel doch längst Gebrauch gemacht.“

2015 kurz bevor Alijev vor Gericht aussagen wollte wurde er tod in seiner Zelle aufgefunden, Selbstmord ist laut seiner Anwälte eher ausgeschlossen!

http://www.nachrichten.at/nachrichten/ticker/Kasachischer-Ex-Botschafter-Aliyev-tot-Zweifel-an-Selbstmord;art449,1659795

4., GUIDO GRANDT & UDO SCHULZE – Staatsaffäre Natascha Kampusch / Welt im Wandel Verlag

https://www.facultas.at/list/9783981592306

STAATSAFFÄRE NATASCHA KAMPUSCH

In diesem brisanten Buch kommen die beiden Autoren Udo Schulze und Guido Grandt nach mehr als 3-jähriger Recherche zum Ergebnis: Die ganze Causa Kampusch, wie sie der Öffentlichkeit präsentiert wurde stimmt so nicht. Damit ist der Fall Kampusch offensichtlich noch lange nicht abgeschlossen. Trotz gegenteiliger Behauptungen und Feststellungen der österreichischen Justiz und des deutschen BKA.

Dieses Sachbuch überrascht mit neuen Erkenntnissen aus Polizeiprotokollen, Aufzeichnungen des Chefermittlers – Oberst Kröll –, Zeugenaussagen, Polizeifotos und ergeben so ein vollkommen anderes Bild der ‚Entführung‘. Tatsachen, welche bis heute entweder ‚übersehen‘ wurden oder bewusst nicht ans Licht der Öffentlichkeit sollten werden ausgeführt. Ein ‚Aufdeckungs‘-Buch, das sich ohne weiteres mit den großen ‚Enthüllungen‘ der letzten Jahre messen kann.

Inhaltsverzeichnis:

Teil I: Fall Natascha Kampusch:

Die ‚offizielle‘ Geschichte

Teil II: Natascha Kampusch
Die ‚inoffizielle‘ Geschichte
Natascha Kampusch – Familie & Kindheit vor der Entführung
Natascha Kampusch und die Pädophilenszene?
Einzeltäter, Komplizen, Machenschaften
Handelte Wolfgang P. tatsächlich allein?
Causa ‚K.‘ – eine Geheimdienstaffäre
Geheimnisvolle Spuren ins Ausland
Beängstigende Parallelen zum Fall Dutroux
Wolfgang P. – Psychogramm des Entführers
vom Opfer zur Geliebten?
Schwangerschaft, Abtreibung – nur Gerüchte?
Geschichten aus dem Verlies
Exkurs: W. P. – ‚zweifelhafte‘ Bahnleiche
Oberst Kröll – rätselhafter Tod des Chefermittlers
Gefälligkeitsjustiz und Vertuschungen
Special-Agents, Schnüffler, Fehler & Pannen
Mysteriöse Todesfälle – ‚endlich Schluss‘
Natascha Kampusch – die perfekte ‚Opfervermarktung‘
Natascha Kampusch – wieder ‚gefangen‘
Natascha Kampusch und ihre ‚Todesängste?‘
Natascha Kampusch – traumatisiert und ‚gespalten‘?
Ein ‚offener‘ Brief an Natascha Kampusch

5., FLORIAN HORCICKA – Das Schmutzige Geld der Diktatoren / K&S Verlag

https://www.kremayr-scheriau.at/bucher-e-books/titel/das-schmutzige-geld-der-diktatoren/

Das schmutzige Geld der Diktatoren

Diskrete Geschäfte sind es, die Wirtschaftsjournalist Florian Horcicka in seinem Buch unter die Lupe nimmt. Arabische Diktatoren wie Gaddafi, Assad oder Ben Ali, der ukrainische Ex-Präsident Janukowitsch, Rakhat Aliyev, der frühere Schwiegersohn des kasachischen Präsidenten, afrikanische Potentaten oder der philippinische Marcos-Clan: Sie alle haben ihr Vermögen ins Ausland transferiert. Österreich ist dabei eine beliebte Destination, dank diskreter Banken, Privatstiftungen und verschwiegener Berater.

Wie verlaufen die Transaktionen? Wie agieren die Drahtzieher und Hintermänner?

Wie arbeitet das Geflecht aus Steuerberatern, Wirtschaftstreuhändern und Anwälten?

Welche Rolle spielen dabei „gute Freunde“ aus Politik und Wirtschaft?

Die Kapitel des Buches tragen Titel wie

• „Blutgeld in Wien – das traurige Ende des libyschen Ölministers“

• „Die Nordkorea-Pipeline“

• „Der tote Anwalt – warum musste Rebasso sterben?“

• „Geldgrüße von Moskau nach Düsseldorf“

• „Weißes Geld aus Weißrussland“

Akribisch recherchiert, öffnet dieses Buch die Tür zu einer Parallelgesellschaft, in der undurchsichtige Machenschaften an der Tagesordnung sind.

6., PETER STRUTYNSKI – Töten per Fernbedienung / ProMedia Verlag

https://mediashop.at/buecher/toeten-per-fernbedienung-3/

Mit Beiträgen von Jürgen Altmann, Norman Paech, Ralf E. Streibl, Franz Sölkner, Hans-Arthur Marsiske, Knut Mellenthin, Lühr Henken u. a.

Beinahe täglich fliegen unbemannte, schwer bewaffnete Drohnen ihre von der Öffentlichkeit weitgehend unbemerkten Einsätze. Vor Bildschirmen sitzende Krieger in US-amerikanischen Militärbasen, britischen und demnächst vielleicht auch deutschen Kasernen töten per Mausklick nach politischen Vorgaben. Im Fadenkreuz dieses für die Täter digitalen und die Opfer tödlichen Vorgangs befinden sich Islamisten und andere als Feinde der demokratischen Ordnung ausgemachte Personen.

US-Präsident Barack Obama hat den Einsatz unbemannter, bewaffneter Luftfahrzeuge vorangetrieben. Gezielte Tötungen von „Verdächtigen“ gehören mittlerweile zum täglichen Kriegshandwerk nicht nur der Supermacht USA, sondern auch Großbritanniens und Israels. Die Opferbilanz geht in die Tausende. Menschen in Pakistan, Jemen, Afghanistan oder dem Gazastreifen sind direkt betroffen und leiden zudem unter der permanenten Bedrohung durch ferngesteuerte Waffen.

Die Ausrüstung der Streitkräfte mit Kampfdrohnen heizt den Rüstungswettlauf weiter an. Denn erstens wollen immer mehr Staaten in den Besitz dieser Killerwaffen gelangen, und zweitens wird an technischen Gegenmaßnahmen (Abwehrsysteme, Raketen, neue Ortungsverfahren usw.) gearbeitet.

Peter Strutynski versammelt Rüstungsexperten, Völkerrechtler und Friedensaktivisten, die sich mit der Geschichte dieser Waffentechnik auseinandersetzen. Zudem werden die technischen Grundlagen und Unterschiede von Aufklärungs- und Kampfdrohnen behandelt. Völkerrechtliche und ethisch-moralische Fragen beschäftigen sich mit der Strategie „gezielter Tötungen“ und stellen damit einen Kernpunkt des Buches dar. In einem abschließenden Kapitel werden internationale Anti-Drohnen-Initiativen vorgestellt.

„Töten per Fernbedienung“ ist ein hoch aktuelles und brisantes Buch, das die Gefahren der vermeintlich niedrigen Schwelle zum Töten aufzeigt. Im Drohnenkrieg entscheidet Ankläger und Richter in einer Person über Leben und Tod anderer Menschen fern der eigenen Lebenswelt. Ein Buch, das Hintergrundinformationen zu einer von der Täterseite entmenschlichten Form des digitalen Krieges liefert und Anregungen zum Widerstand geben soll.

Der Herausgeber

Peter Strutynski, geboren 1945 in Krimml/Salzburg, verstorben 2015, war Politikwissenschaftler und Friedensforscher. Langjährige Tätigkeit in der AG Friedensforschung an der Universität Kassel, an der er den jährlich stattfindenden „Friedenspolitischen Ratschlag“ organisierte. Er war zudem Sprecher des Bundesausschusses Friedensratschlag und Herausgeber der „Kasseler Schriften zur Friedenspolitik“ sowie Betreiber der renommierten Webseite www.ag-friedensforschung.de.

7., LUTZ HOLZINGER & CLEMENS STAUDINGER – Schwarzbuch Raiffeisen / Mandelbaum Verlag

Schwarzbuch Raiffeisen

Raiffeisen ist als ehemalige Bauern-Selbsthilfe Genossenschaft – unter Abschottung von der Öffentlichkeit – heute zu einem riesigen Wirtschaftskonglomerat geworden. Der Konzern verfügt über eine Monopolstellung in mehreren Wirtschaftszweigen und spielt die Rolle eines Oligarchen, wenn man darunter die Privatisierung von Volksvermögen versteht. Kein Geschäft ist dem Unternehmen fremd: Ausgehend von der führenden ökonomischen Rolle in der Landwirtschaft umfassen seine Aktivitäten Nahrungsmittel und Saatgut, Banken und Versicherungen, Medien und Immobilien, Baufirmen und Stahlwerke.


Eine Besonderheit der Firma: Top-Funktionäre sitzen in Parlament und Landtagen, Kammern und Ministerien, Bundes- und Landesregierungen und können Raiffeisen relevante Gesetzesvorhaben vorbereiten und beschließen. Statt Lobbyismus wird der direkte Eingriff in die Beschlussvorgänge der repräsentativen Demokratie praktiziert.


Im »Schwarzbuch Raiffeisen« gehen Lutz Holzinger und Clemens Staudinger der Geschichte der Genossenschaft von der Bauernbefreiung bis zur Gegenwart nach, rekonstruieren die Verfassung und Realverfassung dieser Vereinigung und skizzieren detailliert ihre wirtschaftliche und politische Macht. Ergebnis der Recherchen ist das Porträt einer einzigartigen Zusammenballung von ökonomischem und gesellschaftlichem Einfluss.

Das Verhältnis des Konzerns zu Demokratie und Kontrolle wird zur Debatte gestellt.

Dritte, erweiterte Auflage – inkl. dem „verschwundenen“ News-Interview!

Klicken Sie bitte auf Leseprobe wenn Sie Auszüge aus dem Buch lesen möchten!

8., HANS PRETTEREBNER – Der Fall Lucona / Eigenverlag

Die Lucona war ein 1966 auf der Büsumer Werft gebauter Frachter, der am 23. Januar 1977 in der Gegend der Malediven im Indischen Ozean durch eine Explosion zerstört wurde. Sechs der zwölf Besatzungsmitglieder kamen dabei ums Leben. Das Schiff versank in 4.200 Meter Tiefe.
Was zunächst wie ein normaler Unfall aussah, entwickelte sich im Laufe der Zeit zum größten politischen Skandal im Österreich der Zweiten Republik, in den mehrere Spit­zen­politiker ver­strickt waren und der das Land von 1977 bis 1992 bewegte.
Die Lucona war 1977 von Udo Proksch, dem damaligen Besitzer der Kon­di­to­rei Demel, ge­char­tert und auf 212 Millionen Schilling versichert worden. Nach dem Untergang des Schiffes ver­weigerte die Versicherung allerdings die Aus­zahl­ung der Versicherungssumme, da sie den Ver­dacht hatte, die Ladung der Lucona habe nicht aus der behaupteten Uranerz-Auf­be­rei­tungs­an­lage be­stan­den, sondern lediglich aus Schrott.
In der Tat stellte sich heraus, dass die Ladung einen tatsächlichen Wert von le­dig­lich einer Million Schilling repräsentierte, und dass die Lucona von einer Bom­be zerrissen worden war. Der Adressat der Lieferung war ein Strohmann von Udo Proksch gewesen.

Nach der Regierungsübernahme durch die SPÖ und Bruno Kreisky Anfang der 1970er Jahre hatte sich eine Gruppe von Personen im Windschatten der Partei gesammelt, um in Gesellschaft, Kultur, Staat und Wirtschaft aufzusteigen. Nicht wenige dieser Karrieren endeten in politischen Skandalen und Affären oder vor Gericht.
Einer dieser Glücksritter war Udo Proksch. Er galt als das Enfant terrible der österreichischen Ge­sellschaft. Zu seinen ausgefallenen Ideen ge­hör­te der 1969/1970 gegründete „Verein der Senk­recht­be­gra­benen“, der Tote in Plas­tikröhren ein­schweißen und senkrecht in die Erde stel­len woll­te. Eine ande­re Idee sah ein Sperrgebiet vor, in dem Männer mit echten Waffen und scharfer Munition Krieg „spielen“ können sollten. Durch seine guten Ver­bin­dun­gen zu Ver­tei­di­gungs­mi­nis­ter Karl Lütgendorf soll es ihm sogar einmal gelungen sein, mit einem Kampf­flug­zeug über Wien zu fliegen.
Proksch, der seit 1974 Besitzer der Hof­zu­cker­bä­ckerei Demel war, gründete für die SPÖ-Elite in Politik und Wirtschaft nach dem Vorbild der italienischen P2 den Club 45, in dem man regelmäßig zu vertraulichen Treffen zusam­men­kam. Die Mitgliederkartei des Club 45 las sich wie das „Who-is-Who“ der SPÖ.
Der Club 45 kam später im Lied Wiener Blut des Sängers Falco vor. Darin dreht es sich um Korruption innerhalb der Wiener „Gesellschaft“.
Doch sind für eine
Hetz wir immer gut
Für dich und mich in Wien.
Wir präsentieren Wien
Auch im Club 45 samma drin
Zum Freundes- und Bekanntenkreis von Udo Proksch zählten Bruno Kreisky, dem er einmal bei der Wiederwahl behilflich war, und dessen halbe Re­gie­rung, alle Mitglieder im Club 45. Proksch dachte, über den Gesetzen zu stehen. Er diente sich den Mächtigen an, ohne dass diese merkten, wie sie an seinen Fä­den zappelten, während sie sich in seiner Gesellschaft amüsierten.

Die ersten Vermutungen, dass beim Untergang der Lucona etwas faul sei, stammten vom Anwalt Werner Masser, der die „Bun­des­län­der-Ver­si­che­rung“ beriet, bei dem die Ladung des Schiffes versichert war. Er verhinderte, dass die Ver­si­che­rungs­summe gleich an Proksch über­wiesen wurde.
Masser engagierte Dietmar Guggenbichler, einen Salzburger Detektiv, der 1983 die erste formelle Strafanzeige gegen Proksch stellte. Masser war das nicht genug. So half er dem befreundeten Journalisten Gerald Freihofner von der Wo­chen­pres­se auf die Sprünge. Freihofner kämpfte verbissen darum, dass sich die Staats­an­walt­schaft einschalte. Seine um­fang­rei­chen Re­cher­chen im „Fall Lucona“ wurden von ihm Schritt für Schritt in der Wochenpresse auf­ge­deckt. Die gesammelten Details verarbeitete der Best­sel­lerautor Hans Pretterebner literarisch in sei­nem Buch „Der Fall Lucona“, das er im Jahr 1987 im Eigenverlag veröffentlichte.

Wegen Prokschs hervorragenden Beziehungen in die höchsten Kreise der Po­li­tik unternahmen die Ermittlungsbehörden lange Zeit nichts, um den Vor­wür­fen auf den Grund zu gehen. Unter an­derem hatte der Justiz­mi­nister die Sache Proksch zur „Suppe, die ‚zu dünn‘ sei“, erklärt. Erst am 15. Februar 1985 wur­den Udo Proksch und Hans Peter Daimler, der zweite Drahtzieher im Fall Lu­co­na, wegen Betrugsverdachts verhaftet, aber schon am 28. Februar wieder auf freien Fuß gesetzt. Beide flüchteten. Proksch fuhr nach Manila und unterzog sich dort einer Ge­sichts­operation. Er geriet trotz Bart und fal­schen Pas­ses bei einer un­ge­woll­ten Zwi­schen­lan­dung auf dem Wiener Flughafen am 2. Oktober 1989 schließlich der Polizei ins Netz.
Erst jetzt begann die Aufarbeitung des Lucona-Skandals. Zeugenaussagen, In­dizien, die haupt­sächlich von Freihofner und Prett­er­eb­ner zusam­men­ge­tra­gen worden waren, sowie die Auf­fin­dung des Wracks mit einem rie­si­gen Spreng­loch im Rumpf in mehr als 4.000 Meter Meerestiefe führten zur Anklage.

Zur Klärung der Verwicklung von Politikern in den Fall, insbeson­de­re der po­li­ti­schen Verbindungen zur SPÖ, wurde 1988-1989 auch ein parla­men­ta­rischer Untersuchungsausschuss eingesetzt, der zu unverkennbaren Einblicken in die so­zial­de­mo­kra­ti­sche „Freun­derl­wirt­schaft“ führte, die un­zäh­lige Personen in fast allen Bereichen der Wie­ner Szene betraf, und in dessen Folge es zum Rück­tritt des Na­tio­nal­rats­prä­si­denten Leopold Gratz und des Innenministers Karl Blecha kam, weil sie Prokschs Freilassung aus der Un­ter­su­chungs­haft zu ver­ant­wor­ten hatten.
Die Staatsanwaltschaft beantragte für Proksch wegen sechsfachen Mordes, versuchten Mordes und versuchten Betrugs eine lebenslange Haft­strafe. Sie sah es als erwiesen an, dass Proksch gemeinsam mit Daimler den Ver­si­che­rungs­betrug eingefädelt und den Tod der Schiffs­be­sat­zung geplant hatte. Statt einer Uran­erz­auf­be­rei­tungs­an­lage, die hoch versichert worden war, befanden sich nach Ansicht der Ankläger nur „frisierte Teile eines alten Kohleberg­wer­kes“ an Bord des Schiffes.
Der Gerichtsprozess gegen Proksch endete 1992 mit einem Schuldspruch we­gen sechsfachen Mordes und mit der Verurteilung zu lebenslanger Haft.
Proksch starb Ende Juni 2001 nach einer Herz­ope­ration während der Haft.
Der deutsche Staatsbürger Daimler kam hin­ge­gen in Deutschland vor Gericht, nachdem der überlebende Lucona-Kapitän Jacob Puister ihn in Deutsch­land wegen Mordverdachts angezeigt hatte. Wegen Beihilfe zum Mord und Mord­ver­such in jeweils sechs Fällen wurde Daimler 1997 zu 14 Jahre Haft verurteilt.

Unterstützen Sie unsere Freie- und unabhängige Medienarbeit:
https://outoftheboxmedia.tv/unterstuetzung/

Von Manuel Cornelius Mittas

Freier Journalist, Video-Reporter, Mediengestalter, DJ & Musiker,

Ein Gedanke zu „BÜCHERTIPPS SPEZIAL #03 – Literatur mit Österreich-Bezug!“

Kommentare sind geschlossen.

HTML Snippets Powered By : XYZScripts.com
%d Bloggern gefällt das: